Freitag, 31. Januar 2014

12tel-Blick

Hallo ihr Lieben,


vielen, vielen Dank fürs Mitmachen dürfen… Ja, so sieht es im Moment aus, in Tante Malis Garten. Das ist in etwa der erste Blick, den ihr hättet, wenn ihr auf einen Kaffee vorbeikommen würdet. (Meine Güte, so viel Konjunktiv!)




Ganz liebe Grüße

Tante Mali 

Mittwoch, 29. Januar 2014

Sollen wir trotz der Wespen draußen essen?

Frage ich: Sollen wir trotz der Wespen draußen essen?
Sagt Tante Mali: Du weißt schon, dass bereits einmal ein Mensch für diesen Satz ermordert wurde.
Sage ich: Ja, aber das war in einem Roman!




Schönen Gruß und gute Zeit!

Dienstag, 28. Januar 2014

Ist ja gut ...

Hallo, ihr Lieben ....
Tante Mali hat mich gestern noch in den Garten gejagt. "Geh hinaus, schau's dir an und dann überleg dir, ob du Radieschen säst", hat sie gesagt, mir die Kamera in die Hand gedrückt und fast hätte sie mir auch noch einen Klaps auf den Hintern gegeben, wie einem kleinen Kind oder einem wankelmütigen Hund.

Tja, und so sieht es aus im Garten.

Der Sitzplatz verwaist.
Der Thymian verschneit.





Die Rosenkugeln verarmt.
Die Winterdeko verblieben.




Die Radieschensaat vertagt, denn in dieser Nacht hat es noch einmal geschneit.



Einen hübschen Tag wünsch ich euch und soll artig von Tante Mali grüßen.

Montag, 27. Januar 2014

Ich versuche geduldig zu sein ...



Einen schönen und guten Tag, all den Lieben da draußen ….

So, jetzt ist es wieder passiert, jetzt ist es wieder eingetreten, das was ich schon befürchtet habe, jetzt hat es zugeschlagen, erbarmungslos. Bis gestern war ich erstaunlich gelassen und habe den Garten als das akzeptiert, was er ist: Ein Garten, der seine verdiente Winterruhe genießt. Aber heute ist alles anders, heute ist Schluss mit dem Phlegma, heute würde ich am liebsten den Spaten in die Hand nehmen oder den Rechen oder was auch immer, heute würde ich am liebsten graben und wühlen und tun. Wozu die ganze Aufregung und Unruhe im Haus gut sei, meinte Tante Mali, es sei doch für Alles zu früh. „Geduld ist auch eine der Tugenden, die die Gärtnerin pflegt“, sagt sie und ich frag‘ mich, warum sie sich manchmal so elaboriert ausdrücken muss.

Ich möchte so gerne die ersten Radieschen säen. Die runden mit den dicken Bäuchen und den weißen Unterhosen und die daumenlangen auch. Aber, ich versuche geduldig zu sein.

Ich möchte so gerne Hornveilchen und Stiefmütterchen im ganzen Garten verteilen. Aber, ich versuche geduldig zu sein.

Ich möchte so gerne meine Kaffeetasse nehmen und mich in eine laue Frühlingssonne setzen. Aber, ich versuche geduldig zu sein.

Ich versuche geduldig zu sein, weil Tante Mali mir eine Liste von „Gartenarbeiten im Jänner“ vorgelegt hat und da nichts von Radieschensäen und nichts von Hornveilchenverteilen steht und sie mir aufträgt, ich solle lieber eine Inventur der Samensäckchen machen und vor allem soll ich vom letzten Kürbis die Kerne retten, damit es dann, wenn es an der Zeit ist, etwas zu säen gibt.

Ich versuche geduldig zu sein, aber irgendetwas anderes in mir fragt sich heute, warum man auf den Frühling immer so lange warten muss!

Tantchen hat mir liebe Grüße an all jene aufgetragen, denen es genauso geht, wie mir und meinte, wir werden noch früh genug kiloweise Waschpaste benötigen, damit die Fingernägel wieder sauber sind.

In diesem Sinne, einen wunderschönen Tag an jene, die ebenfalls die Ungeduld plagt. 


Mittwoch, 22. Januar 2014

Tante Malis Libellen




Hallo alle ihr Lieben da draußen ...
ich hab ja groß auch eine Seite mit DIY eingerichtet, da sollte ich doch einmal anfangen, sie zu füllen.
Tante Mali kam wieder einmal dazwischen und meinte: "Weggschmissn wird hier nix!" (Weggeworfen wird nichts!) und zeigte auf die Bierdosen im gelben Sack. Nun muss ich schnell erklären, das dies eine Ausnahme war, denn normalerweise ist mein Haus für Dosenbiertrinker kein natürlicher Lebensraum. Die paar Dosen haben sich einfach so ergeben. 



"Mach doch einfach ein paar Libellen daraus", empfahl das Tantchen und jetzt sind sie überall.
Im Garten auf dem Windlicht zum Beispiel....



... oder im Haus - einfach in alte, kitschige Bilderrahmen gesteckt ...





 ... oder sie liegen irgendwo im Garten faul herum.



Kleines P.S. noch bevor ich euch ganz viel Spaß und Freude beim Machen wünsche, denn eine genaue Beschreibung findet ihr unter der Rubrik DIY :)!
Das Alu der Dosen hat den Vorteil, dass es nicht rostet. Ich habe meine Libellen schon den ganzen Winter draußen und sie sind immer noch schön.
Also dann, viel Spaß ... und wenn ihr keine DosenbiertrinkerInnen habt ... umstellen!!!!
Nun denn, alles Liebe von Tante Mali!

Montag, 20. Januar 2014

Tante Malis Garten 
im Jänner








Es gibt vermutlich vernünftigere Monate, einen Gartenblog zu beginnen, aber einmal muss man ja einen Anfang machen. Also warum nicht an einem Tag im Januar, an dem sich draußen das Wetter nicht entscheiden kann, ob es ein November- oder Märznachmittag werden soll ...

Freitag, 17. Januar 2014

Tante Mali



Es war einer dieser Tage im Juni, an dem kein Gartenmensch fertig zu werden scheint. Hier gibt es Verblühtes abzuschneiden, dort wartet eine Ecke aufs Jäten, die Rasenkanten haben sich ausgefranst, die Buchsbaumkugeln sind etwas aus der Fasson gewachsen, Stützhilfen für den Rittersporn hat auch noch niemand angebracht, im Gemüsegarten sitzen trotzig ein paar Aufgaben, die erledigt werden wollen, da hat auch noch niemand Stroh unter die Erdbeerpflanzen getan und vor Johannis, so sagt man, sollte dann auch noch die Brennnesseljauche angesetzt worden sein. Dabei gibt es so viel zu sehen, zu betrachten, zu bewundern: Die Rosen, der Mohn, der Fingerhut. Die Meisen, die Kleiber, der Specht. Die kleinen Birnen mit ihren dicken Bäuchen und dem Rüschenrock. Überall im Garten liegt Arbeitsgerät verstreut und ich, ich kämpfe unter der Hecke mit dem Giersch wie Clint Eastwood als Dirty Harry gegen das Böse und ein Showdown ist noch lange nicht in Sicht. Da klopft es plötzlich von innerhalb meines Kopfes an meine Stirn und ich sage: 
 „Ja bitte“, und es steht ein leichtes Fragezeichen am Ende.
Dann höre ich eine Stimme, die durchaus eine angenehme Stimme ist, und die sagt:
„Hallo, ich bin Tante Mali. Möchtest du mit mir Kirschen klauen?“
Und ich geh‘ rückwärts, auf allen Vieren, aus der Hecke heraus und setzt mich erst einmal nieder, weil etwas mit meinem Kreislauf nicht stimmt. Meine Knie sind voll Erde und meine Schienbeine auch. Mit der linken Hand halte ich noch ein paar Gierschrhizome fest.
„Na, was ist?“ Fragt die Stimme, die in meinem Kopf sitzt nach und ich sage:
„Ja, warum nicht.“
Das war der Tag, an dem ich zu Tante Mali kam.
Seither ist sie ein häufiger Gast. Sie weiß kluge Dinge. Merke, sagt sie zum Beispiel, Gegen Erdflöhe hilft ein Aufguss aus Wermutkraut.  Aber was sie vor allem tut, sie unterminiert mein Gestaltungskonzept. Sie setzt Hornveilchen, Ringelblumen und Mutterkraut, versteckt Tulpenzwiebeln an Orte, wo sie zu 100 Prozent dem frühherbstlichen Umgestaltungsdrang zum Opfer fallen, pflanzt einen roten Klatschmohn mitten in das Morgensterngras … eine weitere Aufzählung würde den Rahmen sprengen und die Geduld der Leserschaft arg strapazieren.
Nur eines noch:  Jetzt will sie einen eigenen Blog.