Freitag, 27. Juni 2014

Ein sonnengelbes Hummus und eine türkise Türe


Hallo meine Lieben und Wunderbaren!
Sommersonnengelb sollte es sein, das Hummus und türkis wie der Indische Ozean die Türe zu Nachbars Garten, denn wenn ich zum Komposter gehe, möchte ich wenigstens in meiner Phantasie das Meer rauschen hören! Und gleich vorweg: Das sommersonnengelbe Hummus war längst gegessen, da war die Türe noch immer nicht fertig gestellt.
Komposter befinden sich bekanntlich im hintersten Garteneck, dort, wo keiner hinkommt, außer jener Mensch, der den Garten betreut. Kurz gesagt, mein Komposter befand sich in meinem Gartenschmuddeleck und immer, wenn ich mit der Scheibtruhe - man darf auch Schubkarre sagen - um die Ecke bog, offenbarte sich mir dieser Blick.


Die Türe hatte sich bereits artig dort hin begeben, aber sonst bewegte sich nichts, außer, dass die betagte Schilfmatte begann, sich in ihre Bestandteile aufzulösen - damals ein Provisorium - aber Provisorien halten bekanntlich besonders lange - bis ich dann doch Hand angelegt habe und sich somit auch euch der Blick in Nachbars Garten offenbart.


Auch nicht besser, also Türe aufstellen und erst einmal weiß grundieren. Das war dann Phase zwei des Stadiums "Zwischendurch"!



Zwischendurch fallen einem kleinen Menschen viele Dinge ein. Kaffee trinken z. B. oder aus Kichererbsen ein H für Hummus legen und für den Blog fotografieren, was jetzt auch keine wahre Offenbarung ist - aber ich habs getan und dabei fast das Fladenbrot im Backofen verbrannt.


Aber ich sag euch, das Hummus schmeckt fantastisch und das Brot war kross wie Grissini, aber nicht schwarz.


Rezept Hummus
300 g Kichererbsen, 2 große Paprika, 4 Esslöffel Tahina Paste, Saft und Schale einer Zitrone, 2 große Knoblauchzehen, Olivenöl, 1/2 Esslöffel gemahlener Kreuzkümmel, gestoßener Pfeffer (ich verwende gerne den langen), 2 Esslöffel Kurkuma, Salz, etw. Petersilie oder - mag ich persönlich lieber - Thai-Koriander. 
Die Kichererbsen kochen - oder aus der Dose verwenden. Die Paprika vierteln und im Backofen grillen und abkühlen lassen. Alle Zutaten mit dem Pürierstab zu einer Paste verarbeiten und nicht auf das Fladenbrot vergessen, das im Backofen steckt. 

Ach ja, und irgendwann war dann auch die Türe fertig und waren schwarze Zaunlatten angebracht und der alte Korb gestrichen und der alte Stuhl und der alte Ofen auch.




Ich hab übrigens noch eine Jungfer im Grünen im Garten gefunden. Jetzt, um diese Zeit! Und weil das so außergewöhnlich für mich war, wollte ich sie euch als Blumengruß schenken, weil ihr außergewöhnlich seid. Habt ein traumhaftes Wochenende! Sommersonnengelbe Tage wünsch ich euch und ein Meer, türkis wie meine Tür! 


Es herzt und drückt und dankt euch ganz fest
Tante Mali

Montag, 23. Juni 2014

Ich wünsche euch ....

.... für diese Woche ganz viel Glück...





... und Sommerabende, an denen die Sonne am Himmel wie Mangoeis zerfließt!





Habt eine wundervolle Woche, meine Lieben und Wunderbaren! Eine Vase voll Mutterkraut als Blumengruß!



Es herzt und drückt euch ...
Tante Mali

Freitag, 20. Juni 2014

Erntezeit


Gibt es eine sinnlichere Frucht als die Kirsche? Als dieses prall gefüllte rote Herz? Diese küssende Circe küsst mit einem süßen Mund - und schon als Kind habe ich die Tage auf diesem Baum verbracht. Einem Baum, der wie ein Wesen aus einer alten Geschichte, wie ein gutmütiger Krieger vielleicht, über den Garten und dessen Bewohner wacht. Einem Baum, der mir erlaubt, meiner Kindheit nachzuspüren und den Gerüchen, die in der zweiten Hälfte des Junis die Küche durchzogen ... süß und verheißungsvoll! 






Im Kirschkuchen meiner Mutter waren immer mehr Früchte als Teig. Im Kirschkuchen meiner Mutter waren die Kirschen nie entkernt. Der Kirschkuchen meiner Mutter wurde immer in der "mittleren Rein" gemacht, wie die Backform genannt wurde, diese alte aus Email, die ich auch heute noch immer nehme, wenn es Kirschkuchen gibt.




Ein einfacher Rührteig, 20dkg Butter, 20dkg, Zucker, 20dkg Mehl (ich nehme die Hälfte der Menge Nüsse), 5 Eier, Backpulver, Vanillezucker, Zitrone, Rum - und schon sitzen die alten Familiengeschichten mit am Tisch. Auch jene, mit dem Kirschkern in der Nase und dem anschließenden Arztbesuch! 
Und noch etwas gab es in diesem Garten immer schon: Walderdbeeren! Klein und süß und ganz schnell weg!



Die dritte Verführung kam vergangene Woche mit der Post. Und im Stillen Frage ich mich, warum die wunderbare Ingrid von Dekotraum wusste, dass bei 30 Grad hier in diesem Garten das Leben unter dem Apfelbaum beginnt und damit die Zeit, in der auch die Bücher Freigang haben! Ich habe einen Leseknochen gewonnen!!!! Von Ingrid selbst gemacht und liebevollst verarbeitet und - das kann ich euch sagen - super bequem! Ein kleines Windlicht mit passenden rosa Kerzen war auch noch im Paket! So reizend und herzlich und gefühlvoll zusammengestellt.




1000 und einen Dank liebe Ingrid - das wird ein Lesesommervergnügen hoch zehn!!! 
1000 und einen Dank auch an euch alle ihr Wunderbaren und Lieben. Ich freue mich über jeden einzelnen Menschen, der kommt, der schaut, der schreibt und der, hoffentlich mit einem kleinen Stück mehr, wieder geht. Mr. Ernest Markham liegt als Blumengruß zum Mitnehmen für euch bereit.


Ein traumhaftes, sonniges und glückliches Wochenende! Genießt den längsten Tag und die kürzeste Nacht!
Es herzt euch
Tante Mali

Freitag, 13. Juni 2014

Gartenteich und Cacciucco alla Livornese


Ist es nicht wunderbar? Ein Sommer, der sich niederlässt! Der sich auf das Gras, die Stühle und die Hortensien setzt! Der mit den Lichtpunkten im Halbschatten spielt und heimlich von den Kirschen nascht! 
Hallo meine Lieben und Wunderbaren, schön, dass ihr mit mir diese Tage teilt! Ich hab' frisches Brot gebacken und eine Fischsuppe gekocht und ich hab' ein anderes Eck vom Garten fotografiert.


Als ich vor ein paar Jahren den Garten und das Haus meiner Kindheit übernommen habe, habe ich das gemacht was alle tun. Renoviert, isoliert, umgebaut und umgegraben. So ist auch im Süden eine 30 qm große Terrasse entstanden und mit ihr die Aufgabe, den Niveauunterschied zum Garten zu überbrücken. Ich habe großzügig geböscht und den 60 Jahre alten Birnenbaum integriert. Und, als der Bagger noch da war, hab ich gesagt: Nein, ich will keinen Gartenteich! 


Dann fing ein nächster Sommer an. Einer, wie dieser und ich saß auf der Terrasse und meinte: Hier muss Wasser sein! Ich will es gurgeln und murmeln und plätschern hören! Nur: In meinem Pflanzeifer hatte ich die Zufahrt auch für den kleinsten Bagger aller Bagger bereits zugesetzt. Also schaufeln und weiter schaufeln und ... Tage später hatte ich Kreuzschmerzen, Blasen auf den Händen und vier Erdlöcher und weitere Tage später hatte ich eine Folie drin und holte Kofferraumladung um Kofferraumladung Steine und das Kreuz tat noch mehr weh. Aber das war ja egal, ich hatte ja mein Wasser und eine Pumpe und den Sandsteindrachen aus Indonesien, der sich keinen Zentimeter bewegte, wenn ich ihn bewegen wollte.



Die Bepflanzung ist unspektakulär und macht wenig Arbeit. Im Schatten des alten Birnenbaumes wachsen Schaublatt, Funkien, Rhododendren und rote Schneerosen. Die Teichränder decken Frauenmantel und Katzenminze zu. Auf der sonnigen Seite habe ich Salbei, Lavendel und einen großen Fächerahorn gepflanzt. Buchsbäume, Säulenwacholder und Gräser geben der Böschung auch im Winter ein Gesicht. Zwei Steinplattenwege führen nach unten - und sind meist so verwachsen, dass man nur mit akrobatischem Aufwand in den übrigen Garten kommt.


Die ersten, die da waren, waren die Libellen, es gibt aber auch Unken, eine Kröte und hin und wieder einen Frosch. Und es plätschert und murmelt und gurgelt frisch fröhlich vor sich hin.




Übrigens: Wer sich jetzt Tipps holen möchte, huscht schnell in den Genießer-Garten von Renate, dort sind traumhafte Gartenteiche und viele Informationen zu sehen!!!


Weil wir doch gerade beim Genießen waren:
Cacciucco alla Livornese und frisches, selbst gebackenes Kräuter-Olivenbrot!



Vermutlich gibt es genauso viele Möglichkeiten Cacciucco zuzubereiten, wie sich Legenden um diese Fischsuppe aus Livorno ranken. Fest steht: Mindestens sechs verschiedene Meeresbewohner müssen hinein. Ich habe sie - für 5 Personen - so gemacht:

1 kg Cozze, 10 Stk Tintenfisch, 10 Stk Garnelen, 5 Stk Tigergarnelen, 500g Seeteufel, 500g Viktoria Barsch (weil das Angebot an Meeresfisch mit festem Fleisch im Geschäft ausgeschöpft war)

Aus Stangensellerie, Knoblauch, Zwiebel, Thymian, Rosmarin, Salbei, Petersilie, Karotten, frischen Chillischoten, Pelati (ich nehme die Dosentomaten) Pfeffer (ich liebe den langen), Salz, Kurkuma, Safran und Weißwein wird eine dicke Suppe gekocht und mit dem Stabmixer püriert. 
Die Tintenfische in Olivenöl anbraten, mit Weißwein ablöschen und 10 Minuten kochen lassen. Danach die Suppe dazugeben und weitere 15 Minuten kochen. Danach kommen die, in Stücke geschnittenen, Fische hinein und nach weiteren fünf Minuten zuerst die Tigergarnelen und dann die kleineren Krustentiere. In weiteren 15 Minuten ca. ist die Suppe fertig. 
Die Muscheln werden in einem Weißwein-Knoblauch-Sud extra gekocht und erst nach dem Abschmecken in die Suppe gegeben. Die Konsistenz bestimmt jeder selbst. Ich habe sie gerne richtig dick und verwende den Muschelsud. Dazu gibt es selbst gebackenes Weißbrot mit Kräutern und Oliven und getrockneten Tomaten.
So schmeckt dieser Sommer noch mehr nach Süden, nach Meeresrauschen und nach dieser orangeroten Sonne, die am Horizont versinkt!


Last but not least - ein super-dickes DANKESCHÖN!!! Ich freue mich immer über so wundervollen Besuch!!! Habt eine durch und durch glückliche Zeit, genießt das Leben, atmet den Sommer ein und nehmt die Marienglockenblume mit. Sie hat sich extra für euch so hübsch gemacht.


Es herzt und drückt euch
Tante Mali

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https://www.living-and-green.com/

Freitag, 6. Juni 2014

Sollen wir trotz der Wespen draußen Essen? III


Sommer!!! Wie wundervoll!!! Noch ist er ein süßes Versprechen auf Abende, die man in einem Nichts von Sommerkleid bis tief in die Nacht draußen verbringen kann. Sommer, wie wundervoll, denn das sind auch lange Gespräche mit lieben Menschen im Garten bei einem guten Essen und einem Glas tiefrotem Wein. Ich hab den Krimskrams in Tante Malis Haus zusammengetragen und den Tisch gedeckt.



Die Wespenessen folgen einem Prinzip: Tischdekorationen mit Dingen, die nichts kosten, die auf dem Dachboden oder im Keller verstauben oder die im Garten und in freier Wildbahn zu finden sind.


Die Hutmodelle wissen nicht mehr, wie oft sie mit mir umgezogen sind. Jetzt tragen sie einen Kranz aus Frauenmantel, Gräsern, den Samenkapseln der Jungfrau im Grünen und - weil ich der Meinung bin, dass der Weihnachtsschmuck viel zu wenig zum Einsatz kommt - ein paar Kugelperlen, die normalerweise der Christbaum trägt. Die alten Kristallgläser - aus denen hier niemand mehr trinkt - wurden zu Windlichtern umfunktioniert. Einfache Blätter, aus Holzresten ausgeschnitten und lackiert, haben die Rolle des klassischen Untersatzes übernommen und den Trotteln - oh sorry - den Troddeln war es an den Türgriffen ohnehin schon etwas langweilig geworden, daher dürfen sie an diesem Abend die Servietten halten - und das machen sie richtig chic! 






Ich wünsche euch, ihr Lieben, ein wundervolles Pfingstwochenende, wo auch immer ihr es verbringt! Sonnige Stunden, laue Abende und ein großes Stück vom Glück. Als Danke für die schöne Zeit, die ich mit euch verbringen darf, wenn auch nur virtuell, lege ich heute eine zarte Rose zurecht. Es ist die fleißige wie hübsche Aspirin, eine Dauerblüherin von jetzt bis über den ersten Frost hinaus. 


Es herzt und drückt euch
Tante Mali




Montag, 2. Juni 2014

#pink - für Zwischendurch



Hallo meine Lieben und Wunderbaren...
... ein paar rosarote Blütenwolken für die romantischen Momente ... einfach so ... zum Glücklichsein für zwischendurch!!!










Und eine große Bitte an all die SpezialistInnen im www: Kennt jemand den Namen dieser Schönheit? Sie ist eine ca. zweieinhalb Meter hohe Diva, öfter-blühend, mit einem betörenden Rosenduft und jetzt wohl an die 30 Jahre alt. Oh, wie wäre ich euch dankbar, wenn ihr für sie einen Namen nennen könntet. Wenn nicht, wird sie die rosarote Diva bleiben - und auch diese Bezeichnung steht ihr außerordentlich gut.


Was freue ich mich immer über eure charmanten Besuche, über die liebevollen Sätze, die ihr hinterlässt, über das Schmunzeln, das ihr mir schenkt und über die Worte, die meinen Blick für meinen Garten gerader rücken, als er manchmal ist. Als Dank auch heute ein kleiner Blumengruß. Eine zartrosa Nymphaea.


Möge die kleine Nymphe, die in ihr wohnt, euch bei allen Dingen hilfreich sein.
Eine wundervolle Zeit wünscht
Tante Mali