Donnerstag, 30. Oktober 2014

Herbstvitamine & Häusergirlande DIY


Das macht Freude! Äpfel, Karotten, Blaukraut, Trauben, ein Zwiebelchen und etwas Chilli dazu - und dann wohnt ein Salat in der Schüssel, der schon beim Hinsehen gute Laune schafft. Ich mag es ja, wenn es beim Essen so richtig saftig knackt! 



Vitamine sitzen da haufenweise drin und Spurenelemente auch. Ein ideales Gegenmittel also, gegen einen aufkeimenden Nebeltagblues. Mein Vorschlag für das Dressing: Joghurt, etwas Mayonnaise, Koblauch, milden Balsamico-Essig, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und wem es zu wenig scharf ist, der gibt noch etwas Rosenpaprika dazu. Am liebsten würde ich mich in die Schüssel legen, aber das verbietet die Contenance....
... so hab ich mich eben beim Produzieren von unnötigen Dingen abreagiert. 



An der Türe zur Holzhütte baumelt jetzt eine Häusergirlande mit morschen Zweigen und Stoff. Ich liebe ja diese Häuser und schneide aus alten Brettern immer wieder welche aus. Weil der tote Ast vom alten Birnenbaum zu schade zum Wegwerfen war, habe ich ihn in Stücke gezwickt, ein paar Bänder aus Stoffresten hinaufgeknotet und dazugehängt. 




Kostet nichts, geht schnell, macht Spaß und ein wenig sieht der Eingang zu meiner Holzhütte jetzt wie ein Irischer Rag Tree aus. 



Habt ein wundervolles Wochenende, meine Lieben und Wunderbaren. Ein Wochenende, an dem man vielleicht etwas mehr an die guten Geister denkt. An die Menschen, die da waren und viel von dem geschaffen haben, was uns heue umgibt. Meine haben unter anderen den Birnenbaum gepflanzt und die Rose für den Blumengruß.



Tante Mali umarmt euch, wünscht euch eine traumhaft schöne Zeit und macht es euch hübsch, wo auch immer ihr seid!

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Sollen wir trotz der Wespen draußen Essen? Schnelle und einfache Tischdeko mit Laub


Heute, meine Lieben und Wunderbaren, heute steht der Blumengruß am Anfang meines Posts. Die Gründe sind einfach erklärt: Ich freue mich immer und immer sehr über eure reizende Gesellschaft, daher heute gleich am Anfang mein dickes Dankeschön. Und dann, dann steht da noch der Ahorn in Flammen und hat mich auf eine schnell wie einfach umgesetzte Idee gebracht. Zudem gab es im Baumarkt so eine Perlen-Bastel-Dose im Angebot. Die Tischdeko hat weniger als 1,50 Euro gekostet und war rasch gemacht. 




Ein paar Pailletten auf Eichelfrüchte kleben, ein paar Perlen auf einen Zwirn fädeln, kleine Ringhaken in die Oberseite der Eicheln drehen und die Perlenkette befestigen, ein paar bunte Blätter auf dem alten Holztische verteilen - fertig! Quick 'n easy! So wie ich das mag.




Die Perlenkette war für die Karaffe gemacht, in der sich übrigens Wasser, aromatisiert mit Apfelspalten und Zimtstangen befindet. Das schmeckt im Herbst sooooo gut. Außerdem hat Zimt viele gute Eigenschaften - unter anderen, dass er appetitanregend ist.



Auf die Gläser habe ich Blätter gebunden und auf andere Blätter wiederum mit dem Goldstift schnell noch die Namen meiner Gäste geschmiert. Weil er das Licht so schön einfängt und auch einmal am Tisch sitzen möchte, wurde noch der alte Spiegel an den Apfelbaum gelehnt. Er ist übrigens fast blind.  




Oh, jetzt ist mir gerade eingefallen, dass ich doch auch noch kochen muss :)))!!!! Habt eine traumhafte Zeit, ihr Lieben und Wunderbaren, klaut der kalten Jahreszeit auch noch den einen oder anderen sonnigen Tag und ...


In diesem Sinne wünscht euch Tante Mali eine glückliche Zeit!

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Boro Textiles * DIY - Tischsets aus alten Leinenkleidern



Es lebe die schiefe Schlamperei! Vermutlich liegt es an meiner Ungeduld, oder es liegt an einem gewissen Hang zur Ungenauigkeit, oder aber auch an meinem Unvermögen, warum ich keine ordentliche Kreuzsticharbeit machen kann und will. Aber zum Glück hat die Welt auch andere Dinge erfunden, die ein Mensch wie ich mit Nadel und Faden machen kann. Angeregt von den Japanischen Boro-Textiles, diesem Flickwerk der armen Bauern, das längst zur Kunstform erhoben wurde, habe ich nun Sets mit schiefen Nähten und ungenauen Stichen auf meinem Tisch.




Bei einem Flohmarktbesuch waren mir trachtige Kleider aus schönem Leinen und um wenig Geld in die Hände geflutscht. Nach einer 90-Grad-Wäsche waren sie auch schon zerschnitten und in Teilen wieder zusammen gesetzt. Mit einer Lage Segelleinen - als Fülle quasi - bekommen die Sets mehr "Körper". Danach wird wild drauf los gestichelt - und das Schöne daran ist: Fertig ist man, wenn man selbst entscheidet, dass man fertig ist. Zum Schluss ein Stück Leinen rechts auf rechts auflegen und festnähen. An einer Stelle bleibt die Naht offen, damit man das Ganze noch umdrehen kann. Ecken herauswurschteln, mit der Hand die Lücke schließen, bügeln und fertig ist das Set. 




Sollte sich der unglückliche Umstand ereignen, dass sich ein Fleck einfindet, der sich nicht und nicht entfernen lassen will, dann kann man einfach wieder ein Stück Stoff aufnähen und alles ist wieder gut. So stellt sich mein kleiner Kopf das jetzt zumindest vor. Praktisch ist das, sehr praktisch, hätte meine Omi gesagt und zufrieden genickt. 


Noch einmal draußen Essen. Am Platz vor der Holzhütte. Dorthin scheint die Sonne im Oktober auch am Abend noch. Noch einmal eine weiße Cosmea als Blumengruß, als herzliches Dankeschön für eure lieben Besuche, als ein "Schön-dass-es-euch-gibt"!


Sonnige, warme, glückliche und wunderhübsche Oktobertage wünscht euch
Tante Mali
Fühlt euch geherzt und gedrückt!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

October Mood


Oh, meine Lieben und Wunderbaren, an manchen Tagen im Oktober hängt hier der Nebel bis zum späten Mittag am Himmel. Dann riecht der Garten nach feuchter Erde und Laub. Die Zeit des Aufräumens und Umräumens beginnt. Diesmal hat es richtige Spaß gemacht, denn ich habe zwei Stühle vom Sperrmüll gerettet und vor den hinteren Sitzplatz gestellt. 



Die Sigrid hat mich angesteckt. Nein, nicht mit ihrer heftigen Erkältung. Sie hat mich mit dem Streichvirus infiziert, der ja auch schon bei Astrid  grassierte und eine Pandemie zu werden droht. Einmal diese wundervolle Kalkfarbe in der Hand und schon flutscht der Pinsel fast von selbst über alles, was ihm unterkommt. Über das reizende Kinderstühlchen mit dem Herz, über seinen großen Bruder und die Zierkürbisse vom vergangenen Jahr, die sich aus unerfindlichen Gründen zu Kalebassen entwickelt haben. Er flutscht so lang, bis er schon ganz zerfleddert ist. Aber auch das ist ihm egal.




Der Farbton nennt sich übrigens SALT und ist ein leichtes Grau. Und so gestrichen riefen dann die Stühle nach einer Dekoration. Also wieder einmal Silberköpfe oder auch Stacheldrahtblumen in (gestrichene) Töpfe gesetzt und ein paar wilde Orangen dazu gelegt. Weißes Heidekraut in den alten Zinkeimer gepflanzt und Kränze aus den letzten Hortensien und Kriechwacholder gebunden. So also habe ich in diesem Oktober den Eingang zum überdachten Sitzplatz behübscht. Dort stehen übrigens ein frisch gestrichener Tisch und der (noch ungestrichene) Zitronenbaum.






Ich schreibe diesen Post quasi mit dem Pinsel in der Hand und Farbe an den Fingern, denn diese Dose ist immer noch nicht leer und der Streichvirus offensichtlich hartnäckiger als Schnupfen und Husten und Angina zugleich. Daher ein eiliges wie herzliches Danke an euch alle und eine kleine weiße Rose als Blumengruß! Wie wundervoll eure Gesellschaft doch ist!!!


Es herzt und drückt euch eine salt-grau-gesprenkelte 
Tante Mali
und wünscht euch eine superfeinglückliche Zeit!

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Herbst ist ..... eine Preiselbeer-Galette


Herbst ist, wenn der Oktober zur Tür herein gekommen ist, und mit ihm die Stieglitze, die von den Samen der Cosmeen naschen. 


Herbst ist, wenn die wilde Rose mit ihren Hagebutten rote Tupfen in die Hecke malt und an den Ästen der japanischen Quitte runde Früchte sitzen...
... wenn das Licht klar geworden ist und scharfe Schatten wirft ...




... wenn die Sommerastern Pompons basteln, der wilde Wein seine Blätter streicht ... 
wenn der Sommer in Falten auf dem Boden liegt. 


Herbst ist, wenn die Physalis (auch in diesem Jahr) nicht alle reifen und die Prunkwinde den Wipfel des Apfelbaumes erreicht. Wenn Astern und Hornveilchen in einer Ecke des Gartens um die Wette blühen und in einer anderen weißes Heidekraut eingezogen ist.




Herbst ist, wenn liebe Menschen Preiselbeeren sammeln und ein sonniger Nachmittag auf der Terrasse - mit einem Kaffee und einem Stück Galette.




Herbst ist, wenn man auf Stühle steigt, um die Galette zu fotografieren, obwohl man schon so gerne naschen würde und schnell ein paar Beeren im Mund verschwinden lässt.  
Das Rezept:
250 g Buchweizenmehl, 2 Eier, etw. Salz, kaltes Wasser, 2 Eßl. Honig, 50 g zerlassene Butter - zu einem eher nassen Mürbteig verarbeiten und ca. 2 Stunden im Kühlschrank rasten lassen. Dann denn Teig so dünn wie möglich ausrollen. Am besten funktioniert es, wenn man ihn zwischen Butterpapier legt. Auf das Backblech geben, und mit Preiselbeeren füllen. Es waren ca. 300 Gramm und ich habe vorher braunen Zucker untergerührt. (Menge richtet sich danach, ob man es lieber süßer oder weniger süß hat.) Dann werden die Teigränder nach oben geschlagen, mit flüssiger Butter bestrichen und ebenfalls mit braunem Zucker bestreut. Ab in den, auf 180 Grad vorgeheizten, Backofen und nach ca. 30 Minuten wieder heraus. 
Ich find es ja lustig, dass die Bretonen auch mit Hadnmehl kochen, so heißt bei uns in Kärnten das Buchweizenmehl und es gehört zur typischen Kärntner Kost. Kaum ein Mensch in meinem Alter, der nicht mit Hadnsterz aufgewachsen ist. Auch das war damals Herbst.


Herbst ist eine leise Ahnung vom Vergehen und eine unzähmbare Lebendigkeit zugleich. 
Die unermüdliche Clematis liegt heute als Blumengruß zum Mitnehmen bereit. Ach wie wunderbar ist eure Gesellschaft, meine Lieben! Habt Dank! 


Es herzt und drückt euch
Tante Mali 
und wünscht euch eine traumhafte Zeit!!!