Donnerstag, 26. Februar 2015

Make yourself a fish or two... Holzfisch DIY


Ich glaube, ich bin mit einem Holzwurm verwandt. Also ich meine, in dieser langen Ahnenreihe, meiner langen Ahnenreihe, hat sich irgendwo ganz sicher ein Holzwurm versteckt. Vielleicht sollte ich doch einmal auf Suche gehen. Diesmal sind in meiner genialen Partnerschaft mit der guten Stichsäge Fische entstanden. Eins, zwei, drei, vier, viele!



Bretter liegen immer irgendwo herum. Die Umrisse des Fisches aufzeichnen, mit der Stichsäge ausschneiden, die Kanten abschleifen, mit Kalkfarbe streichen und nach dem Trocknen noch einmal grob schleifen, damit sie schon ein wenig vergammelt aussehen. 




http://olddesignshop.com/2014/06/free-vintage-fish-images-salmon-and-carp/
Die Vorlage stammt vom olddesignshop - danke schön! - und die Inspiration von Barbara Bee und Dani, bei denen es freitags immer Fisch zu sehen gibt. Eigentlich sind sie ja für den Garten gedacht, aber nachdem Garten noch nicht so wirklich ist, hängen jetzt zwei auf dem alten Bilderrahmen und die anderen drücken sich auch im Haus herum. 





Und, meine Lieben und Wunderbaren, ich hab gewonnen. Ja, ich!!!
Das Packerl von der lieben Renate K. ist gestern angekommen und drinnen war ... ihr glaubt es nicht .... allerfeinstes, handgeschöpftes Papier und ein Lesezeichen aus hauchdünnem Holz und ein Schreibheft, dessen Einband Renate ganz liebevoll gestaltet hat. Jetzt habe ich mein eigenes Garten- und Ideenbuch made by Renate K. JUHUUUUU!!!! Also ein Stück vom Lebensglück - so heißt nämlich ihr Blog.





Der Holzwurm in mir wünscht euch viel Spaß beim Sägen und ich wünsche euch eine wundervolle Zeit. Es wird Frühling!!! Gaaaanz bestimmt!!!!
Habt es fein und gut und wunderbar
Tante Mali


Donnerstag, 19. Februar 2015

Hodgebodge! Oder: So ein Kuddelmuddel aber auch!!!


Hmmm, Kokosbusserln, sagte die innere Stimme, Kokosbusserln wären auch wieder einmal fein! Und sie tat dies mit dieser ihr angeborenen Hartnäckigkeit, dass sie nicht und nicht zu überhören war. Selbst nachts gab sie keine Ruh. 


Also Kokos gekauft, Mixer geweckt und das alte Kochbuch meiner Mutter auf Seite 398 aufgeschlagen. Dort gibt es ganz unten ein Kokosbusserl-Rezept mit einem X markiert. Das machte meine Mutter mit Bleistift und mit den Rezepten, die sie als sehr gut befand. 3 Klar Schnee, 21 dkg Zucker, 25 dkg Kokosett, 1 schwacher Löffel Essig - heißt es da. Der feste Schnee wird mit Zucker noch schaumig gerührt. Dann mengt man das Kokosett und den Essig ein. Auf ein gut gewachseltes Blech setzt man kleine Häufchen und bäckt sie bei mäßiger Hitze goldgelb. Ich hab jetzt zitiert, ich hab sie auch gemacht und in die Hälfte des Teiges die letzten eingefrorenen Schwarzbeeren gemischt. 



Ach ja, und weil ich dann schon bei den Schwarzbeeren war, die andernorts Blaubeeren heißen, wurde mit dem Blau dann weiter gemacht. Was ein so kleiner Mensch alles an blauen Sachen bei einem Spaziergang entdecken kann, war dann auch ganz aufschlussreich...




... und führte letztendlich bis zur Entdeckung der kobaltblauen Schale mit goldenen Rosen im hintersten Winkel eines Küchenschranks. Womit wir beim Kuddelmuddel oder hodgebodge angelangt wären, das den heutigen Beitrag dominiert. Denn die Blumen ließen sich nicht unter blau und nicht unter Kokosbusserln subsumieren, wollten aber auch ins Netz. So ist es im Leben manchmal, das übrigens keineswegs eine Pralinenschachtel ist, wie Tom Hanks auf der Leinwand behauptet hat, sondern ein Eintopf mit unterschiedlichen Zutaten und unterschiedlich gewürzt. Manchmal erdig und einfach, manchmal exotisch, raffiniert, süß oder pikant, manchmal mild, manchmal scharf. Und manchmal gibt es die Reste vom Vortag, die es zu verarbeiten gilt. 




Ach, meine Lieben und Wunderbaren, dann würzen wir doch unser Leben nach unserem Geschmack! Ich öffne noch einmal den Deckel der kobaltblauen Schale, darunter haben sich nämlich die Kokosbusserln versteckt und wünsche euch eine großartige Zeit!
Eine dicke, herzliche Umarmung und ein Busserl auch
Tante Mali

Donnerstag, 12. Februar 2015

Faded Charm & Fotoprint DIY



Die Schönheit der Vergänglichkeit ist etwas, das mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Mich beeindrucken der Charme und die Würde, die von älteren Menschen ausgeht und ich mag Dinge, die Geschichten erzählen. Ich liebe alte Bäume, ja selbst trockene Blumen haben ihren Reiz.


Vielleicht habe ich mich deshalb unlängst mit meiner Kamera gespielt. Die vergammelten Tulpen fotografiert und anschließend versucht, die Fotos auf Leinen zu drucken. Hatte ich doch im Bloggerland so viel gelungene Beispiele gesehen. Und ich sag euch: Es hat tatsächlich funktioniert. 



Fotoprint ist ein absolutes quick and easy DIY!!! Die Fotos werden auf normalem Papier in der gewünschten Größe mit dem Laserdrucker ausgedruckt. Noch frisch auf einem üppig mit Transfer-Gel bestrichenen Leinenrest gelegt. Bildseite nach unten, versteht sich. Mit einer Holzspachtel glatt gestrichen - wie ihr seht, missbrauche ich mein Küchengerät - und dann trocknen lassen. Nach ca. einer halben Stunde kann das Papier mit einem nassen Schwamm vorsichtig abgerubbelt werden. Ich habe Foto Potch als Transfert-Gel verwendet. Es gibt aber auch noch andere Anbieter. 


Das Ergebnis hat mich selbst verblüfft. Je feiner der Untergrund, desto schärfer die Konturen. Ich mag aber auch die "Ölbild-Optik", die bei dem Druck auf den fertig bespannten Rahmen aus dem Bastelgeschäft entstanden ist. (Siehe oben.) Mit Wäschekluppen auf einen Strick befestigt, hängen sie jetzt als Frühlings-Gebetsfahnen im Haus.



Vielleicht will ja jemand von euch einmal andere Blumen zum Valentinstag verschenken. Diese sind wirklich super einfach, schnell fertig und halten etwas länger, als jene, die man in die Vase stellt.


Valentinstag. Ich finde es ja schön, dass es auf dem Weg von Weihnachten in den Frühling noch etwas zu feiern gibt! Schmetterlinge im Bauch, schweben auf der Wolke sieben, ein Himmel voller Geigen und eine Welt, durch die rosarote Brille betrachtet, die euch zu Füßen liegt - das wünsche ich euch, meine Lieben und Wunderbaren, nicht nur für den 14. Februar sondern weit darüber hinaus!!!


Donnerstag, 5. Februar 2015

Stucco Veneziano - das Geheimnis Venezianischer Wände DIY


Herzlich Willkommen, meine Lieben und Wunderbaren! Es ist einfach schön, dass es euch gibt!
Als ich begonnen habe, dieses Haus umzubauen, stand für mich fest: Ich will diese Wände, die mit Marmor gespachtelt sind. Diese Wände, die in sich changieren, die das Licht reflektieren und die glatt sind wie ein Baby Popo. Stucco Veneziano war für mich eine Gedankenreise zu den italienischen Palazzi und der morbiden Schönheit, die sie umgibt. Satte 100,-- Euro pro Quadratmeter lautete das Angebot des Malers, nach einer kurzen Hochrechnung hatte ich Schluckauf und beschloss: Das lerne ich selbst. Und ich habe es gelernt. Und im Laufe der Jahre sind mehr und mehr gespachtelte Wände entstanden. Die grüne Nische im Wintergarten zum Beispiel ist eine davon. 



Heute möchte ich euch weitergeben, wie es geht. Grundvoraussetzung ist, dass der Untergrund absolut glatt ist. Kleine Erhebungen potenzieren sich sofort. Also zuerst den Untergrund glatt spachteln. Dann geht's los. Ich arbeite mit Decor Marmorin, einer Dekorspachtelmasse, die sich mit allen Abtönfarben mischen lässt und die die Konsistenz von Pudding hat.
Zum Auftragen verwende ich eine mittelgroße Japanspachtel - Maler werden jetzt schreien - aber ich kann mit ihr am besten arbeiten, weil sie keine zu große Oberfläche hat. Das findet jeder am besten für sich selbst heraus. Zuerst wird die gesamte Wand einmal mit der Spachtelmasse vorgespachtelt. Wenn sie trocken ist - geht sehr schnell - die entstandenen Unebenheiten mit der Spachtel abschaben. 


Dann wird die Farbe abgemischt. Am besten in einem extra Gefäß. Achtung: Merken wie viel Farbe von welcher. Danach arbeite ich in zwei Durchgängen. 1. Durchgang, die gesamte Wand in der gewünschten Farbe spachteln. Sind Unebenheiten entstanden, werden sie einfach wieder mit der Spachtel abgeschabt. Beim 2. Durchgang in kleinen Einheiten arbeiten, denn jetzt kommt der Moment, wo der Glanz entsteht. Spachtelmasse mit der Japanspachtel auftragen und - wenn sie noch nicht trocken ist!!! - mit einer größeren Spachtel abziehen. Aufpassen, dass nach jedem Abziehen die Spachtel sauber ist und kräftig verdichten. Dazu lege ich eine Hand auf die Spachtel und schwinge mit dem ganzen Körper mit. Das braucht ein wenig Übung, aber bald weiß man genau wie es geht und hört es auch. Solange es beim Drüberfahren satt und eher dumpf klingt, ist die Masse nicht trocken und kann verdichtet werden. Das ist ein super gutes Arm-Brust-und Bauchmuskeltraining. Der gerade Blick in die Wand offenbart die Struktur, der schräge Blick, den Glanz und der genaue Blick zeigt, dass die Hose arg gelitten hat. 


Diesmal war die Wand im Arbeitszimmer dran, in der sich jetzt, wenn die Sonne scheint, der Palmfarn spiegeln darf. 


Und dann ... ja dann habe ich es gewagt. Nun ist die ehemals rote Ecke in der Küche schwarz. 





Oh, ja, ich dürft mich gut und gerne altmodisch schimpfen. Wo jetzt doch wieder jeder Tapeten klebt. Zu meiner Verteidigung habe ich nur vorzubringen, dass ich - nachdem ich in mehr als mühevoller Kleinarbeit!!! - das gesamte Haus endlich von diversen Tapeten befreit habe, sicher keine mehr an meine Wände kommt. Ich sehe lieber dem Licht zu, wie es über das Stucco Veneziano wandert, ich mag es, wenn die Wände mit dem Blickwinkel und mit der Tageszeit ihr Gesicht verändern und ich mag es glatt!



Und ich freue mich darüber, dass es so viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen gibt, so viele unterschiedliche Vorlieben, so viele unterschiedliche Arten, sich seine ganz persönliche, kleine Welt zu gestalten. Denn nur das macht das Leben bunt und reich und vielfältig und inspirierend und schön!!! Ein Motto, das schon immer in diesem Haus gewohnt hat, lange bevor es die Stucco Veneziano Wände gab war: Jeder soll machen, wie es ihm gefällt! Und wenn ich so durch die Blogger-Welt streife, denke ich mir oft: Wow, das wäre aber auch wunderschön!!!! 


In diesem Sinne: Habt viel Freude in eurem Leben und Freude in eurem Tun. Glück, schrieb Simone de Beauvoir einmal, ist die Zeit der Verwirklichung. Und dies bleibt immer mein Lieblingszitat.
Alles Liebe und eine dicke Umarmung
Tante Mali

Sonntag, 1. Februar 2015

Schnee!!!! Snow!!!! Neige!!! Neve!!! Nieve!!!


Hallo meine Lieben und Wunderbaren. Ein kleines Wetter update aus dem Süden! Es hat geschneit!!!! Und wenn es bei uns schneit, dann ist Frau Holle meist gut fleißig.

Am Freitag hat sie dicke Flocken vom Himmel geschüttelt. Also nichts wie hinaus, es gibt unermesslich viel zu tun...


... Wühlmaus spielen, Schnee schaufeln, Sträucher abschütteln, warten, bis endlich jemand einen Schneeball wirft. Ach übrigens, der Hütehund kommt immer pünktlich und gemeinsam mit einer Schlechtwetterfront. Wenn jemand also eine Langzeitprognose für den Süden braucht .... der Hund kann das. 
Am Samstag dann: Blitzblauer Himmel und der Garten ein Wintertraum. 


Ich mag es sehr, wenn der Garten im Winter weiß ist.  Die Welt ist dann viel heller und ruhiger und friedlicher auch. Mir kommt es immer vor, als würde sich dadurch auch das Leben ein Stück weit verlangsamen. Und genau aus diesem Grund setze mich jetzt in den Wintergarten und schaue hinaus. Die Grabungsarbeiten überlasse ich dem Hund. 


Eine wundervolle Zeit wünsche ich euch, meine Lieben und Wunderbaren. Genießt die Tage!!!!
Tante Mali