Donnerstag, 28. April 2016

Vier weiße Rhododendren und ein Gartenzaun


Ah, ja April. Das ist doch dieser Geselle mit dem Bikini-Wollmützen-Wetter, dem Umgrab-, Anzucht, Neusaat-Tick und der, mit dem überschäumenden Blütenmeer. Grad noch spielten die Obstbäume großes Kino und schon legt der Rhododendron zu ihren Füßen einen weißen Teppich aus.




So üppig, wie in diesem Jahr, waren sie noch nie. Mag sein, dass sie der Kirsche, der Birne und den Äpfeln auch einmal zeigen wollten, was sie können. Mag sein, dass es geholfen hat, ihnen im Vorjahr eine dicke Schicht halbverrotteten Kompost auf die Wurzelballen zu geben. 





Umgrabtick? Nun, ähm ... wie jedes Jahr beantworte ich diese Frage mit ja und wie ihr wisst, schlägt dann auch immer noch mein Holzwurm-Ahne durch.



Mein aktuelles Projekt: Ein kleiner Holzzaun aus Paletten-Brettern für den Gemüsegarten.



Ich habe einen Teil der Buchseinfassung ausgegraben. Die einzelnen Herren locker als Vorpflanzung gruppiert und im restlichen Garten verteilt. Die Paletten-Bretter wurden schon einzeln geliefert, weil mein reizender Nachbar sie zum Bau seiner Bienenstöcke verwendet und was er nicht braucht, über den Gartenzaun reicht. Drei Vierkanthözer in die Erde, zwei lange Bretter quer und wenn ich endlich alle Latten geschnitten und angeschraubt habe ist das Holzwurmgen für diese Saison hoffentlich zufrieden gestellt. 
Das mit dem Fertigstellen wird noch ein wenig dauern. Denn, ich muss euch gestehen, die Bilder sind aus dem Archiv - sprich sie sind von vorgestern. Gestern hat es bei uns heftigst geschneit. Nur so viel: Der Schaden im Garten ist groß. Wie groß, werde ich erst sehen, wenn der Schnee wieder geschmolzen ist. 



Kommt, wir gehen noch schnell einmal bei den Rhodos vorbei. Die waren nämlich so schön!



Das Tantchen dankt artigst für eure Besuche. Schön, dass es euch gibt. Habt eine wundervolle Zeit, meine Lieben und Wunderbaren und pflückt euch jetzt gleich einen Moment voll Glück.
Fühlt euch fest gedrückt und geherzt
Tante Mali 


P.S. Auf Living & Green findet ihr übrigens der Originalrezept der Grissini torinesi, der handgemachten Grissini aus dem Piemont.

Donnerstag, 21. April 2016

Blütenmeer und neues Hochbeet



Herzlichst willkommen, meine Lieben und Wunderbaren, on the sunny side of the world! Der Süden war sonnenverwöhnt diese Woche und temperaturverwöhnt auch. Also: Ab in den Garten!


Dort gibt es nämlich auch einen Neuling zu bewundern. Ein Hochbeet aus Cortenstahl. Ein wundervolles "Less is More"-Stück aus dem Sortiment der UMS Manufaktur. (Die hübsche Schaufel ist aus Usbekistan zugezogen.) 


Die Geschichte geht so: Vor einiger Zeit hat mich die UMS Manufaktur angeschrieben, ob ich nicht eines ihrer Hochbeete testen möchte. Hmm, dachte ich mir, eigentlich will ich ja kein Hochbeet, aber man kann ja einmal unverbindlich schauen. Als ich mich dann durch die Internetseite https://www.ums-metall.de/ geklickt hatte, WOLLTE ich ein Hochbeet! UNBEDINGT! 



Ordnungsgemäß befüllt mit einer Schicht Grobschnitt, einer Schicht umgedrehten Grassoden, einer Schicht Rohkompost, einer Schicht Feinkompost und der Spezialerde, die die UMS Manufaktur ebenfalls mitgeliefert hat, bildet es nun die untere Begrenzung des Gemüsegartens. Und ich kann euch nur eines sagen: Ich bin superglücklich mit dem edlen Teil!!!




Es fügt sich in seiner schlichten Eleganz auch in einen alten, gewachsenen Garten und sieht nicht nur in einem formalen Garten gut aus. Übrigens, diese Edelmanufaktur hat auch noch andere Produkte im Angebot, die auch noch gaaaanz oben auf meiner Wunschliste stehen. Aber seht doch selbst. Schauen kostet bekanntlich nichts :)! https://www.ums-metall.de/


Der restliche Garten präsentiert sich derzeit als Blütenmeer. Alle Obstbäume blühen, als ginge es darum, eine Wette zu gewinnen. Ich hab nur die gestrickten Fahnen aufgehängt. 


Soooo große, üppige und wundervolle Blumensträuße schenkt nur die Natur!


Einatmen. Ausatmen. Schauen. Staunen. Genießen. Den Augenblick festhalten, an einer Apfelblüte schnuppern ... lasst es euch gut gehen, genießt die Tage und habt es frühlingszauberhaft
Tante Mali

Donnerstag, 14. April 2016

Sagenhafte Seidenstraße - unterwegs in Usbekistan


Samarkand, Buchara, Chiwa - allein die Namen klingen wie Poesie. Alte Beduinestädte, gebaut aus Lehm, blau-türkisen Mosaiken und dem Mythos, der die Seidenstraße bewohnt. Und nicht nur einmal wünschten wir uns in die Zeit des sagenumwobenen Herrschers Timur zurück, der vor über 700 Jahren sein gigantisches zentralasiatisches Reich errichtet hat. Gerne hätten wir uns einer der vielen Karawanen angeschlossen, die Kamele bepackt mit Gewürzen, Seide und Gold. 


Stattdessen sind wir mit dem Zug und mit Marschrutkas gereist. Haben drei Wochen lang eine Spur durch Usbekistan verfolgt. Haben auch touristisch weniger ausgetretene Pfaden besucht  und durften ein Land kennenlernen, das sagenhafte Kulturschätze gleichermaßen beherbergt wie ein zweifelhaftes Erbe aus der Zeit, als es ein Teil der Sowjetunion war. 




Usbekistan, das sind Moscheen, Medressen, Mausoleen, alte Festungen, wundervolle Handwerkstraditionen und weite Steppenlandschaften, in denen man verloren geht.



Usbekistan, das sind rostige Industriewerke, versalzene Böden aufgrund exzessiver Landwirtschaft...


... und eine Wüste, die um diese Jahreszeit blüht. 


Usbekistan, das ist ein multikulturelles Völkergemisch aus Usbeken, Kasachen, Tadschiken und Russen ...



... ein Land, in dem die Schuhe vor der Haustüre bleiben und in dem der Reisende auf wundervolle Menschen trifft, für die Gastfreundschaft zum Leben gehört. 



Ja, natürlich gibt es auch diese bunten Märkte mit all dem, was man so braucht (oder auch nicht). Mit Gemüse und Gewürzen, getrockneten Früchten und sogar Gärtnerbedarf. 


Und es gibt eben diese alten Kulturschätze, in den vergangenen Jahrzehnten aufwendigst renoviert. Und glaubt mir, meine Lieben und Wunderbaren, das eine oder andere Mal hatten wir wirklich Gänsehaut. 



Wenn es im Innenhof einer alten Koranschule nach Kirschblüten duftet, wird die Welt rundherum einfach still. 


Einen dicken Drücker, meine Lieben und Wunderbaren, genießt diese traumhaften Frühlingstage. Ich reise nun einmal zu euren Blogs, damit ich auch wenn ich wieder hier bin, etwas Schönes sehen kann.
Habt es fein
Tante Mali

P.S. Einen richtig langen Reisebericht gibt es jetzt in Living & Green!