Donnerstag, 28. Juli 2016

Kleines Gärtnerinnen-Glück


Das kleine Glück der Gärtnerin, meine Lieben und Wunderbaren, besteht in meinem Fall einfach darin, dass ich einen Garten habe. In einer Zeit, da die Welt täglich von neuen Schreckensnachrichten durchgeschüttelt wird, ist er eine Oase und ein Fluchtpunkt zugleich. Die Zinnien malen bunte Flecken vor das Gemüsebeet und strahlen einen unerschütterlichen Optimismus aus.



Das kleine Glück der Gärtnerin besteht auch darin, dass sie hinter all den vorgepflanzten Blumen - die Cosmea ist recht stattlich geworden - das Gemüse findet. 



Die Blauhilde, die Borlotti-Bohnen und die gelben Möhren (-den , Samen hab ich von Usbekistan mitgebracht) zum Beispiel. 



Ein kleiner Aufstrich aus Bauerntopfen (Quark) Kürbiskernöl, frischen Kräutern und Kapuzinerkresse als schnelles Mittagessen, hinten, am schattigen Sitzplatz genossen - auch das ist ein Stück vom Gärtnerinnenglück. 




Die Hortensien haben den späten Frost im April mit einigen Blessuren überstanden - zum Glück der Gärtnerin, denn ein paar Blüten dürfen "geerntet" werden ...



... die Deko wurde in Haus und Garten verteilt. (Wer noch ein paar Ideen sucht, findet die Ergebnisse bei Living & Green.) Sich einfach aus dem Garten zu bedienen - das ist doch Gärtnerinnenglück.



Ja und ja und ja natürlich - auch das gehört zum Gärtnerinnenglück. Ein schöner Abend auf der Terrasse. Genießen, reden, lachen, schweigen, Sterne schauen. 



Meine Lieben und Wunderbaren, ich wünsche euch eine friedliche Zeit, eine Zeit, in der das Glück - auch wenn es nicht im Garten liegt - hinter der nächsten Hausecke auf euch wartet ... und euch erbarmungslos überfällt.
Fühlt euch fest gedrückt und geherzt
Tante Mali



Freitag, 22. Juli 2016

Auf der Sonnenseite der Alpen


Meine Lieben und Wunderbaren, gleich eine Entschuldigung zu Beginn. Tante Mali postet mit einem Tag Verspätung, weil sie wieder einmal in den Bergen war. Darf ich euch diesmal mitnehmen? Es geht nach Italien, in die Julischen Alpen, wo ich vor zwei Wochen war.


Berge, aber das wisst ihr, verführen mit einem einfachen Trick. Sie legen einem die Welt zu Füßen. Aber bis es so weit ist, heißt es gehen und nicht nur einmal mit dem inneren Schweinehund in Verhandlung treten, der lieber faul irgendwo herumlungern möchte. Nein, aus, heute nicht! 



Weit oben wartet das Rifugio Corsi mit seinem freundlichen Wirt, der nicht nur den Bergmenschen ehrliches Essen serviert, sondern auch den Steinböcken etwas Salz. Immer ist ein Rudel junger Tiere um die Hütte herum. 



Als wäre das allein nicht schon Belohnung genug, merkt man plötzlich, dass sich Gedanken wieder an den richtigen Ort gerückt haben, dass manches, das im Tal so groß und manchmal schwer ist, plötzlich sein Gewicht verloren hat, dass Ruhe hörbar ist und Wohlfühlen bedeutet, einfach nur die Beine unter einen Hüttentisch zu strecken und sonst nichts. Vielleicht ist es das, was Menschen in den Bergen suchen, an einem Ort, an dem es nichts und vieles zu finden gibt. 



Wer will, kann verweilen, wer will kann weiter gehen, über markierte Wege bis ans Meer oder durch steile Wände auf einen der Gipfel des Felsentheaters, das die Hütte umgibt. 


Vielleicht habt auch ihr das Glück, dass eure Rucksäcke ein Stück des Weges mit der Materialseilbahn dann wieder talabwärts fahren dürfen und ihr auf ähnlich neugierige Kühe trefft. (Gut, dass gleich ein Bach in der Nähe war, das Jungtier hätte am allerliebsten das ganze Salz von meinem Arm geschleckt.) 


Und nach einer kräftigen, verlängerten Dusche zu Hause fühlt man sich fast wieder wie neu geboren. 
Noch ein kleiner Hinweis: Auch auf Living & Green geht es heute um Berge, dort stelle ich euch das Rifugio Calvi, in den Karnischen Alpen vor. Wer will, kann einen kleinen Abstecher machen, ich freue mich und hoffe, dass euch die kleine Reise zu einer meiner großen Leidenschaften gefallen hat. 
Verzeiht noch einmal die Verspätung und den etwas anderen Post. 
Fühlt euch ganz fest geherzt und gedrückt - und vor allem: Habt eine wundervolle, ruhige, friedliche und glückliche Zeit
Tante Mali 



Donnerstag, 14. Juli 2016

Hmmmm ... Basilikum-Pesto mit Kürbiskernöl


Herzlichst willkommen, meine Lieben und Wunderbaren. Bitte setzt euch zu uns, es gibt zwar nur einfache Küche  - in Italien würde man cucina povera dazu sagen - aber dafür mit Zutaten, frisch aus dem Gemüsegarten.





Ernten! Kochen! Genießen! - Ist das nicht eine herrliche Reihenfolge? Zumal das alles in dem Korb auch noch eine One-Pot-Pasta wird.



Kartoffeln (würfelig geschnitten), Zuckerschoten und Bohnen ins kalte Wasser geben, sobald es kocht die Nudeln dazu - und wenn die Nudeln al dente sind, ist das Essen auch schon fertig. Weil wir, klug wie wir sind, das Pesto schon vorbereitet haben. 



Ich habe diesmal das Basilikum-Pesto mit steirischem Kürbiskern-Öl gemacht. Das "schwarze Gold" aus der Steiermark - einst läppisch als Schmieröl abgetan - ist ja mittlerweile zum Star unter den Ölen avisiert. Ihr wisst sicher, dass es wirklich sehr gesund ist. Gefüllt mit Vitamin A, B1, B2, C, all den wichtigen Mineralstoffen, enthält es kaum gesättigte Fettsäuren und hochwertiges Eiweiß. Ist gut zur Stärkung von Blase und Prostata und hilft bei erhöhten Blutfettwerten. Unübertroffen allerdings ist dieser leicht nussig, erdige Geschmack. 



Das Kürbiskernöl bitte nur kalt verwenden und keine Angst vor Flecken auf Kleidung oder Tischwäsche - nicht waschen, sondern einfach in die Sonne hängen, dann sind sie wieder weg. 


Mag noch jemand Nachschlag? Es ist noch etwas da!


So, und bevor ich jetzt schaue, was mein kleiner Tag so bringt, wünsche ich euch noch eine wundervolle Zeit. Lasst es euch schmecken und gut gehen und manchmal fünfe grade sein :)!
Ganz fest geherzt und gedrückt
Tante Mali

P.S. Wie ich zu so feinem Gemüse komme, erfährt ihr übrigens bei Living & Green

Donnerstag, 7. Juli 2016

Vom Baum auf den Teller: Weichselsoufflé


Weichsel, schon wieder so ein österreichischer Begriff - aber ich weiß, dass ihr schon mehr als sattelfest seid, wenn es um die Überwindung deutsch-österreichischer Sprachbarrieren geht. Wenn andernorts die Sauerkirschen reif sind, ernten wir hierzulande die Weichseln - geschmacklich macht das keinen Unterschied :)!



Und auch die Folgen bleiben wohl die gleichen. Was sich der gute alte Baum gedacht hat, als vier Menschen gleichzeitig auf ihm herumgezupft haben, behielt er vornehm für sich. Ähnlich geduldig nahm die Küche die Tatsache hin, dass sie wieder einmal einer Chaoszone glich...



... und die Erntehelfer haben sich über ein schnelles Weichselsoufflé gefreut. 



250 g Topfen/Quark, 2 Eier, 1 EL Stärkepulver, 2EL Kakao, 5 EL Zucker, abgeriebene Schale einer Zitrone, etwas Zimt, etwas Butter für die Formen und Sauerkirschen natürlich.
Eier trennen, Eiweiß steif schlagen. Topfen, Eigelb, Stärkepulver, Kakao, Zucker, Zitronenschale und Zimt miteinander gut verrühren, Weichseln unterheben und zum Schluss das Eiweiß. Formen mit Butter bestreichen, einfüllen und bei 220 Grad ca. 20 Minuten in den Backofen geben ... uns hat's geschmeckt. 





Während wir genüsslich vor uns hinlöffelten, kam wieder einmal Nachbars Kater zu Besuch. Inspizierte das Chaos in der Küche, betrachtete die Leitern rund um den Baum, die geleerten Körbe und gefüllten Gefäße...



... und musste - nach so viel Anstrengung, dann etwas ruhen. Was er uns Menschen damit wohl sagen will :)? 



Noch etwas: Falls ihr, meine Lieben und Wunderbaren, zu viele Pflanzenkinder und zu wenig kleine Töpfe haben solltet - in Living & Green gibt es eine Anleitung zum "Basket Gardening".  




Und bevor ich jetzt in meinen kleinen Sommertag verschwinde, wünsche ich euch eine wundervolle Zeit. Danke, danke, danke für eure lieben Besuche. 
Genießt die Tage.
Pflückt die Früchte und das Glück
und lasst es euch richtig gut gehen
Tante Mali