Donnerstag, 25. Mai 2017

Mit fremden Federn ....


... schmückt es sich doch auch ganz gut, oder etwa nicht? Heute schlage ich mein verwandtschaftliches Pfauenrad und darf euch in ein paar Ecken des schwesterlichen Gartens führen. 


Ein Hanggrundstück, vor vielen Jahren dem benachbarten Wald abgetrutzt und in ungezählten Stunden zu einem Seelengarten gemacht. In und zwischen all den Beeten, Wegen, Teichen wohnt Vieles und hat Frau Hingabe als Nachbarschaft.



Ich liebe den Garten meiner Schwester, weil er ein Teil meiner Schwester ist und in allen noch so kleinen Details ihre Handschrift trägt. Sie hat ihn selbst gestaltet und danach sind sie beide gewachsen und zusammengewachsen natürlich auch. 



Wer meine Schwester besucht, findet sie immer irgendwo in irgendeinem Projekt. Sie gräbt und betoniert, sie schneidet Holz und baut. Fast alles in ihrem Garten hat sie selbst gemacht. Schau, sagt sie, wenn man kommt und schon ist wieder irgendwo eine Ecke gewachsen, die davor noch nicht dagewesen war.




Und wie es sich eben im geschwisterlichen Zusammenspiel verhält, war sie in vielen Dingen auch mein guter Rat und meine Lehrmeisterin. 


Bei allem aber bleibt, dass nicht nur der Sitzplatz am oberen Teich ein Ort ist, um Gedanken davon schwimmen zu lassen.


Danke liebe Ulli und danke auch euch, ihr Lieben und Wunderbaren.
Habt eine zauberhafte Zeit und verbringt sie mit jenen Menschen, die eurer Seele und eurem Herzen gut tun.
Geherzt und gedrückt
Tante Mali

Donnerstag, 18. Mai 2017

Gardener's Rest - ODER - Rastplatzerln im Garten


Herzlichst willkommen ihr Lieben und Wunderbaren, bitte setzt euch doch, es sind noch Plätze frei. Denn es gibt in diesem Garten das Morgensonnefrühstücksplatzerl, das Mittagsschattenplatzerl, das Nachmittagshalbschattenplatzerl, das Letze-Sonnenstrahlen-Platzerl, ja es gibt sogar ein Weichsel- und Apfelernteplatzerl und das Gewitterregen-Platzerl ... und ... das führt jetzt zu weit. 


Selbstverständlich gibt es auch das mobile Gartenarbeitsplatzerl, wenn ich mich einmal stationär aufhalte. Ein Stuhl, der meist unbesetzt bleibt und eine Kabeltrommel auf der in der Regel eine Kaffeetasse steht, deren Inhalt nur zur Hälfte ausgetrunken ist. 



Aber: Als Fotokulisse macht sich das mobile Sitzplatzerl gut. Heute mit Yoyo-Deko-Polster :)!



Seit ich zu Weihnachten diese Yoyo-Trees gemacht habe, bin ich irgendwie angesteckt von dieser Art der Stoffresteverwertung und nun ist ein Yoyo-Polster, also eine Yoyo-Kissen entstanden. Ihr braucht nicht viel. Ein paar Stoffreste, etwas mehr Geduld und am Ende werden die Yoyos (Anleitung) mit Stickgarn auf einem alten Überzug genäht. In diesem Fall in Form eines Blumenstraußes. 





So könnte man theoretisch gemütlich auf einem Blumenstrauß rasten und in den Garten schauen, in dem die Margeriten zu blühen beginnen.



Andere Garten-Teilzeitbewohner nehmen das mit der Rast etwas ernster als ich. 



Herr Paul, der kleine Herzensbrecher, nach seinem Mittagsschlaf in der Margeritenwiese. Kann denn Liebe Sünde sein?



Weil wir grad bei der Platzwahl sind: Der Kiesgarten hat einen neuen Mitbewohner bekommen. Ein handgefertigter Sonnenschirm aus Myanmar ist eingezogen - und nein, diesmal war nicht ich auf Reisen ... in Living & Green erfährt, wer mag, mehr. 



Nur soviel: Ich bin arg verliebt :)!
Nun, ihr Lieben und Wunderbaren, wer also im sanften Licht des Schirmschattens verweilen möchte, ich freue mich.
Ja, ich freue mich immer sehr über eure lieben Besuche und denke mir oft, was ein Glückskind ich bin, euch als meine Gäste begrüßen zu dürfen.
Habt eine wundervolle Zeit und denkt dran, es ist Mai, laut meiner Omi darf man schon barfuß laufen :)!
Alles Liebe und einen Herzensdrücker
Tante Mali 

Donnerstag, 11. Mai 2017

Von Schneckensurfbrettern und anderen Unwesentlichkeiten


Nein, ich bin nicht auf Hawaii und auch nicht auf der Suche nach "The Big Wave", ich habe nur die Pflanzstäbe "versichert", sonst nichts. Denn vor lauter lauter lauter und noch mehr herumwuseln, kann so ein Pflanzstab buchstäblich ins Auge gehen. Knapp daneben, Glück gehabt und sofort zu einem Stück Rinde und einem morschen Ast gegriffen und draufgesteckt. 



Mit dieser Tätigkeit war allerdings der Holzwurm in mir noch nicht zufrieden gestellt, also habe ich in einer anderen Gartenecke dem Malabarspinat eine Kiste gebaut. 



Ich musste dort die alte Ligusterhecke stark zurückschneiden und hoffe, dass der rankende Spinat in diesem Sommer die unschöne Lücke füllen wird.



Gut, dass es Ecken im Garten gibt, die sich bereits hübscher präsentieren. So üppig wie in diesem Jahr hat die frühe Clematis noch nie geblüht. 



Und sowohl vor als auch hinter dem Haus entwickelt sich der Garten trotz einigen Frost-Blessuren ganz passabel. 



Dreierlei Thymian wartet auf der Terrasse auf die Eröffnung der Grillsaison ...


... und Vergissmeinnicht und Hornveilchen strahlen um die Wette.



Ach, bevor ich es vergesse: Liegen bei euch noch irgendwo Dosen herum? Ich habe es nämlich wiedereinmal geschafft ein DIY auf Living & Green zu posten. Vogelkäfige aus Dosen und Draht. Wer Lust hat, springt schnell rüber. Ich freue mich!




Und ganz zum Schluss, als ein kleines Dankeschön an euch, ein virtueller Blumengruß. Danke für eure Besuche und für die aufmunternden, zauberhaften und lieben Worte, die ihr mir zukommen lässt. Ich freue mich immer und über jedes einzelne sehr. 
Schön, dass es euch gibt.



Fühlt euch geherzt und gedrückt und umärmelt und genießt die Tage
Tante Mali

Donnerstag, 4. Mai 2017

Stahlband-Herzen-DIY und Bienengarten-Buch


Herzlichst willkommen ihr Lieben und Wunderbaren zu einem "Schon-wieder-so-ein-Kuddelmuddel-Post". Der Duden kennt fünf unterschiedliche Definitionen für Herz, Stahlbandherz allerdings kennt er nicht. Nun, so ein Duden wird selten sperrige Güter erhalten und in Baumärkten treibt er sich vermutlich auch kaum herum. 


Auf diesen beiden Wegen kommt man nämlich zu so einem Stahlband - und ich wollte euch doch schon längst gezeigt haben, wie daraus Herzen entstehen.


Benötigt werden: Eine Flachzange (rund), Blechschere und ich habe eines meiner Holzherzen für das erste Biegen als Modell genommen. 


Ich habe in der Mitte des Stahlbandes einen Knick gemacht und mich dann dilettantisch in Richtung Herzform weitergearbeitet. Dazu immer wieder die Zange angesetzt und mit einer Drehbewegung des Handgelenkes das Stahlband Stück für Stück gebogen. Für das untere Ende wird ein Teil zu einer Schnecke gebogen und der andere hineingesteckt.  


Wenn jemand von euch bessere Praktiken kennt, bitte her damit :)! Dieser Haushalt ist noch weit von geschicktem Stahlbandbiegen entfernt. 



Gut, dass es Dinge gibt, die andere erledigen. Die Natur ist immer noch die bessere Dekokünstlerin. Die erste Clematis blüht.


Wer sie dann und wann besuchen kommt, habe ich aus "Mein Bienengarten" von Elke Schwarzer erfahren.
Nun, mein Verhältnis zu Ratgeberliteratur ist ein äußerst gespaltenes, weil viele solcher Bücher gebetsmühlenartig das wiedergeben, was Generationen vor ihnen auch schon in solchen wiedergegeben haben. ABER es gibt auch die klugen, die pfiffigen, die interessanten Bücher, diejenigen, die irgendwo in Gartennähe griffbereit liegen bleiben, damit ich nachschlagen kann. "Mein Bienengarten" liegt griffbereit.


Elke Schwarzer kennen viel von euch vermutlich von ihrem Blog "Günstig gärtnern" , in dem es regelmäßig Spannendes und scheinbar mit der leichten Feder Geschriebenes zu lesen gibt. Beide Zutaten und ganz viel Wissen hat Elke Schwarzer auch in ihr neues Buch gepackt. Und auch wenn es mir jetzt nicht gelungen ist, das passende Flugobjekt zum Bild im Buch zu fotografieren, weiß ich nun endlich, was in meinem Garten so summt und brummt.


In ihrer wundervollen leichten, ja koketten Sprache, stellt Elke Schwarzer aber nicht nur die brummende Garten-Flugstaffel vor, sie sagt uns auch, was auf ihrem Speiseplan steht. Die gewöhnliche Löcherbiene beispielsweise liebt den Rainfarn und die Schafgarbe ...


... die Dunkle Erdhummel nascht bereits am ersten Krokus und besucht später gerne das Lavendelbeet.


Danke liebe Elke, für den vergnüglichen und interessanten Lesegenuss. Mein Bienengarten von Elke Schwarzer ist im Ulmer Verlag erschienen und wirklich sehr, sehr, sehr empfehlenswert!!!!


Mit einem kleinen Blumengruß aus dem Garten wünsche ich euch allen einen wonniglichen Mai. 
Herzhaft umarmt
Tante Mali