Donnerstag, 28. Mai 2015

Afrika, mon amour!


Es sei, so sagt man, ein Virus der die Menschen befällt. Ein Virus, der bewirkt, dass es einen immer und immer wieder nach Afrika zieht. Es könnte, so sage ich, einfach aber auch nur ein wundervolles Verliebtsein sein. Vergangenes Jahr war ich in Kamerun und habe nicht nur die wundervollen Kalebassen mitgebracht sonder unter anderem auch dieses Foto. 


In den vergangenen Wochen bin ich immer wieder um meinen kleinen, überdachten Sitzplatz herumgeschlichen und hab mir gedacht: Da gehört doch ein Stück von dem Kontinent hin, der mich so sehr fasziniert, der mich magisch anzieht mit seinen Menschen, seinem Licht, mit seiner Einfachheit der Dinge und mit seinem - trotz allem - aufrechtem Stolz.


Da traf es sich bestens, dass der Zufall eine Mail von Prentu mit der Frage nach einem Kooperationspost in meinem Postfach landen lies. Prentu arbeitet in vielen Facetten Fotos aus - unter anderem auch auf Leinen und in großen Formaten. Eine sehr schöne Arbeit, finde ich. So hängt nun der junge Mann am Brunnen aus Kamerun über dem Vorhang aus gewachstem Stoff (daher die Falten) aus dem Niger in meinem kleinen Sitzplatz und ein paar andere Dinge gesellen sich dazu.




Der Zitronenbaum, ein Stück Eichenrinde, ein paar zu Besen gebundene Gräser, das Pferd aus Indonesien, eine Schüssel aus Malawi,  .... und mir ist es, als würde ich den Gesang des tropischen Regenwaldes hören, eine nicht enden wollende Jam-Session, die mit Einbruch der Dämmerung beginnt und die langsam ausklingt, wenn die Morgennebel über die Gipfel der Bäume ziehen.


Und mir ist es, als würde ich die reifen Mangos schmecken, frisch vom Baum und steckte mitten im Gewusel der Märkte und könnte die rote Erde unter meinen Füßen spüren.




Wie einfach es doch ist, sich ein Stück Welt zu zaubern, das man liebt - und wie privilegiert wir doch sind. Denn bei all der Schönheit vergesse ich auch die Schattenecken nicht. 


Euch, meinen Lieben und Wunderbaren, danke ich für euren lieben Besuch und die zauberhaften Sätze, die ihr als Spuren hinterlässt. Euch, meinen Lieben und Wunderbaren, wünsche ich ein Stück zauberhafte Welt in der es weit mehr Sonne als Schatten gibt - und wenn Schatten, dann nur dort, wo er euch angenehm ist.
Habt eine traumhaft schöne Zeit und fühlt euch fest umarmt
Tante Mali

Donnerstag, 21. Mai 2015

Wonderful Moments


Ist es nicht wundervoll? Einfach nur einmal im Garten sitzen, die Stille sehen, die Sonne riechen, den Wind schmecken und das Flüstern der Margeriten hören. Ein paar Sonnenflecken tanzen auf dem Tisch, hüpfen von den Gläsern auf die Teller und wieder zurück.



Es gibt Tage, da ist der Garten wie verzaubert und man braucht kaum eine Tischdekoration. Nur ein paar umhäkelte Steine, damit der Maiwind nicht mit den Servietten spielt. 





Wenn die Margeritenwiese blüht und die Clematis auch, wenn der weiße Mohn Tag für Tag eine neue Knospe öffnet und sich das Licht in den Gräsern verfängt, dann werde ich kaum fertig mit dem Schauen. Und seit heuer gesellt sich auch noch eine Hochstamm-Wisteria dazu. Wonderful moments!




Wundervolle Momente! Was bin ich glücklich, dass ihr sie mit mir teilt! Da kann ich euch, meine Lieben und Wunderbaren, nur ebensolche wünschen und ein traumhaftes Pfingstwochenende dazu.



Habt es einfach nur fein!!!
Tante Mali

Mittwoch, 13. Mai 2015

Gemüse macht schlau!!!



Bohnen, sagte meine Omi, Bohnen soll man barfuß pflanzen. Was ich damals so verstand und praktizierte, dass man gut und gerne noch zwei Reihen Radieschen auf meinen Füßen hätte säen können. Bohnen, meinte meine Omi, brauchen einen warmen Boden und sortierte die guten Samen in eine Schüssel in der Wasser war. Bohnen keinem schneller, wenn man sie über Nacht in Wasser legt, weiß auch Kasimir, der Biber, der weiße Bohnen pflanzt.



Kasimir pflanzt weiße Bohnen, ist ein Kinderbuch, das ich vor einiger Zeit auf dem Flohmarkt gefunden habe und das sofort in meine "Gartenbibliothek" eingezogen ist. Weil die Gartenarbeit offensichtlich auch das kindliche Gemüt bewahrt. Das Buch ist übrigens nicht nur liebevoll gezeichnet, es erklärt tatsächlich, wie man Bohnen pflanzt und zieht und erntet auch. Mit Kasimirs Hilfe gedeihen meine Borlotti-Bohnen schon ganz wunderbar ;)! 


Gemüse macht schlau und gesund und schön macht es angeblich auch und überhaupt ist die Gurke, so sagt man, die Schönmacherin von allen ... zwei Gergana wohnen jetzt im Beet. Direkt vor der kleinen Mauer aus Vulkanstein, die ich heuer auf einer Seite des Gemüsegartens gelegt habe. Na, wenn das nichts wird ... zumal sie als Begleitung oben auf der Mauer herrlich altmodische Nelken haben.




Wer biologisch gärtnert, muss natürlich auch immer damit rechnen, dass es stets irgendjemanden gibt, der von den Früchten nascht. Unlängst habe ich sogar einen fünffingrigen Obst- und Gemüsewurm zwischen meinem Cicoria Variegata di Lusia precoce und dem Cicoria Castelfanco precoce entdeckt. 



Er war auf meine Radieschen aus! Die erste Ernte in diesem Jahr, radikal weggezupft, ausgerupft und schon verdaut. Als Warnung für die Schnecken gibt es, wie jedes Jahr, den Schneckengalgenbaum und, wie jedes Jahr, hilft er nichts. 


Dafür werden die Erbsen-Tipis den Zuckerschoten helfen, die Höhe zu erklimmen und das Basilikum Moulin Rouge nicht alleine zur Zierde im Beet stehen bleiben. Es gibt nämlich noch einen fünffingrigen Obst-und Gemüsewurm in diesem Garten und der ist SCHLAU!




Ach ja, meine Lieben und Wunderbaren, heute ist nicht Donnerstag. Es gibt ausnahmsweise einen Mittwochspost, weil ich mich in ein längeres Wochenende verabschiede für das ich euch viele schöne, erholsame, glückliche und freudvolle Stunden wünsche!!!
Danke dafür, dass es euch gibt!
Tante Mali

Übrigens: Was hinter einem Kürbis steckt, erfährt ihr in Living & Green
Living & Green cook the taste of nature

Donnerstag, 7. Mai 2015

Lila, weiß ,grün und ein Sichtschutz DIY


Lila, weiß und grün, das sind die Farben, die derzeit den Garten dominieren. Lila vor allem deshalb, weil die Hornveilchen mit ihren Harlekingesichtern sich einbilden, sämtliche Lücken, Plätze, Ritzen und Fugen besetzen zu müssen und ich froh bin, dass sie es tun. 


Lila auch, weil die Queen of the Night jetzt ihren Auftritt feiert und der helle und der dunkle Flieder blüht.


Weiß, weil das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) sich im Laufe der Jahre breit und breiter gemacht haben...


... und weil selbstverständlich weiße Hortensien eingezogen sind. Eine hat im alten Entsafter-Topf Platz gefunden, die kleinblättrige Hosta wohnt heuer im alten Kartoffelkorb. 


Meine Stichsäge glaubte schon, sie lebt in einem echten Frauenhaushalt. Nix da!  Die Gute und ich haben aus ein paar Fichtenbrettern einen Sichtschutz gebaut. 


Zwei Holzelemente sind entstanden, mit einem schief-schrägen Muster und schlampig gekalkt. Die Bretter sind hinten mit Querbrettern verschraubt. Den Bogen habe ich zum Schluss geschnitten. Befestigt wurden die Elemente auf Vierkanthölzern, die wiederum mit Erdspießen im Boden verankert sind.


Es gab noch ein paar Messingteile aus Marokko und am Flohmarkt habe ich die beiden Männchen gefunden. In ihrem früheren Leben waren sie Ausstechformen, nun genießen sie die frische Luft. So sitze ich jetzt wohl behütet auf meiner Terrasse und sollte die Hecke weitere Löcher bekommen, dann stopfe ich sie mit einem weiteren Element zu. (Die Hecke kann übrigens nichts dafür. Ich lasse sie in den Himmel wachsen, da ist es normal, dass sie unten schütterer wird. Alles hat eben seinen Grund.)



Ja, meine Lieben und Wunderbaren, verabschieden möchte ich mich mit einem seltenen Gast. Tausend und einen Dank für eure lieben Besuche, für eure charmanten Worte und für die viele Inspiration auf euren Blogs. Der Gast war ein Nachtpfauenauge, ein Weibchen, das den Tag bei mir verschlafen hat. Zugegeben, ich musste googeln, weil ich keine Ahnung hatte, wer oder was da auf meiner Margerite hängt. Beim ersten Vorbeigehen dachte ich an ein dürres Blatt.


Eine ganz herzliche Umarmung euch allen!!! Ich wünsche euch eine zauberhaft, betörend schöne Zeit!!!
Tante Mali