Donnerstag, 29. Mai 2014

12tel Blick im Mai


Hallo meine Lieben und Wunderbaren! Was ich mich freue, dass ihr vorbei gekommen seid und einen Blick über meinen Gartenzaun wagt. Ihr befindet euch im Osten des Hauses, dort wo die Einfahrt ist und die Morgensonne scheint, dort, wo dem Zaun ein grünes Efeukleid gewachsen ist und drei alte Bäume die Struktur des Gartens bestimmen. Ganz vorne die Weichsel, in der Mitte die Kronprinzessin und danach der Kirschenbaum.


Um den 12tel-Blick zu fotografieren, falle ich morgens einfach kurz aus der Küche, um abzudrücken und das Ergebnis an die liebe Tabea zu schicken, bei der übrigens noch viel schönere 12tel-Blicke zu sehen sind! 


Wenn ich die Machete endlich zur Hand nehmen würde, käme ich bei der Küche auch wieder vernünftig hinein, aber das kann man ja auch noch etwas oder auch viel später erledigen, gehen wir doch ein paar Schritte weiter, dann kommen wir zum Aufgang zur Terrasse. Dort ist vor kurzem eine rote Hortensie eingezogen und ein, aus Abfallbrettern zusammengeschusteter Rahmen, hat seine Sommerresidenz bezogen.


Rechts ums Eck hat die Tochter von Frau und Herrn Rotschwanz ihr erstes Bad genommen und verwendet nun Tisch und Stühle als Badesteg.


Ein Stück weiter hat es sich ein weißer Fingerhut in den Kopf gesetzt, neben der Pfingstrose wachsen zu müssen und eine scheue Clematis wartet auf einen heimlichen Kuss.


Momentan nur, denkt der Teichfrosch nicht daran, er hat sich beim Wundern über die Holunderblühte in seinem Reich verzettelt. Mit dieser kleinen Wolke aus ungezählten Sternen möchte ich mich heute bei euch bedanken, sie reichen ganz sicher für den Weg zur Milchstraße und wieder zurück.


Eine wundervolle Zeit wünscht euch
Tante Mali
und vergesst bitte das Träumen nicht!

Montag, 26. Mai 2014

What to Wear While Gardening???


Was soll man denn nur anziehen, wenn es überall blüht und schäumt? Wenn der Garten sich bis in die hintersten Ecken hinein so fein gemacht hat, als ginge er zur Oscar-Verleihung oder zum Opernball? Wenn selbst dort, wo man nichts dazu beigetragen hat, die wilde Rose mit dem Holunder eine stille Hochzeit feiert und man da steht, in schmutziger Hose und wirrem Haar, weil man schon wieder irgendwo am Boden herumgekrochen ist?


Schaublatt, wilde Clematis, Holunder, eine weiße Rose der Marke White Cockade, weiße Spitze, einen Hut und ein paar Zweige von der Rosendeutzie....





...wären doch einmal einen Versuch wert!!! 
Habt eine wundervolle Zeit,meine Lieben und Wunderbaren. Weil sich's Tantchen immer über alle Maßen über eure Besuche freut, hat sie auch diesmal ein paar Blumen bereit gelegt. (Nicht vergessen, die Nase hineinstecken - die Rosen riechen wunderbar!)




Eine herzliche Umarmung
Tante Mali

Mittwoch, 21. Mai 2014

Margeritengeflüster und Torta della Nonna


Hallo ihr Lieben und Wunderbaren, great to have you around! 
Wie schön, dass ihr euch die Zeit zum Verweilen nehmt. Auf der Wiese spielen die Sonnenflecken fangen, das Flüstern der Mageriten ist zu hören und von irgendwo weht ein leiser Rosenduft zum kleinen Sitzplatz im hinteren Teil des Gartens. Die Torte ist fertig, der Kaffee wird gleich serviert. 

Zugegeben, ein perfektes Green wird das nie mehr, aber mein Garten ist ohnehin zu klein, um darin Golf zu spielen. Weil ich doch meinen Zwiebelblumen in der Wiese die Chance zum Einziehen geben muss, lass ich davor und dazwischen einfach die Margeriten stehen. So gibt es im Frühling wenig zu mähen und tausend und eine Gelegenheit "Er liebt mich, er liebt mich nicht" auszuzählen.



... und ich sag es euch: Er liebt mich, mein Garten, auch wenn ich derzeit mit Jäten und Schneiden, Stechen und Graben beschäftigt bin und die Zeit fehlt, für eine richtige Dekoration!


Selbst den Kuchen gibt es derzeit nur in Kleinformat. Torta della Nonna, für alle gegenwärtigen und zukünftigen Großmütter und alle, die auch einmal "so flach und nennt sich schon Torte" denken wollen! Das Rezept findet ihr bei Pistachio! (Danke, sie schmeckt wunderbar!)



Weil er gerade so schön ist und eine kugelrunde Weide für Bienen und Hummeln außerdem: Ein paar Bilder vom weißen Zierlauch. Es ist der Allium "Mount Everest".


Und der ist es auch, mit dem ich mich für eure Besuche und Kommentare, für eure großartigen Worte und liebevollen Gedanken bedanken möchte. 
Habt eine fantastische Zeit!!!


Es herzt und drückt euch
Tante Mali

Mittwoch, 14. Mai 2014

Die Gärten von Kamerun



Hallo ihr Lieben und Wunderbaren, bonjour, hello und yi ran ni a wie die Menschen in Kamerun sagen oder Un wi und vieles mehr. Denn in Kamerun, so sagt man, sei ganz Afrika zu finden, in den Sprachen, in der Landschaft und in der Vegetation. Drei Wochen erlauben es nicht, einem Land und dessen Menschen auf den Grund zu gehen. Drei Wochen reisen erlauben es nur, ungezählte Eindrücke zu sammeln, die sich wie Sedimente im Kopf und im Körper ablagern und unter der Haut.



Die Gärten von Kamerun sind die tropischen Wälder, sind die Feuchtsavannen und das Grasland, sind die Steppen des Nordens und die Vulkanlandschaften im Westen, sind die Mangrovenwälder am Ufer des Atlantiks und die Teeplantagen am Fuße des Mt. Kamerun. Die Gärten von Kamerun sind gefüllt mit Mahagoni, Ebenholz und Teak, mit Palmen und Mangobäumen, mit Guaven, Papayas, Bananen und Ananas, mit Kaffee, Kakao, Kautschuk und allem wohin die Sehnsucht gerne wandert, wenn es zu Hause kühl und regnerisch ist. 





Die Gärten von Kamerun, das sind die heftigen Schauer des Monsuns und die stillen Zeugen alter Kulturen.


Die Gärten von Kamerun, das sind die Märkte und es sind die wunderbaren Menschen, die sich in ihnen eingerichtet haben, wie in einem sehr großen Haus.


Und ich, ich hatte das ungemeine Glück und durfte dort Gast sein und staunen und schauen und hören, wie der Regenwald singt. Zwei Frauen, ein Fahrer, ein Jeep. Mehr Eindrücke als zurückgelegte Kilometer, auf denen wir nur einer Handvoll anderer Reisenden begegnet sind.
Und ich, ich liebe diese rote Erde, egal ob der Himmel über ihr blassblau oder regenschwanger ist. Ich liebe diese rote Erde, die alles färbt, was mit ihr in Berührung kommt, egal ob sie Staub ist oder vom Monsun aufgewühlter Schlamm. 


Und ich, ich danke euch für euer Interesse und für die liebevollen Worte, die ihr hinterlassen habt. Diesmal gibt es keinen Blumengruß, ich hoffe, ihr verzeiht. Dafür gibt es eine Straße, auf der sich jeder dorthin träumen darf, wo seine Sehnsucht wohnt!


Es drückt und herzt euch ganz fest
Tante Mali