Donnerstag, 25. September 2014

Rote Äpfel, rote Knödeln und ein Lagerfeuer dazu



Oh, dieser Herbst, mit all seinen Geschenken, seinen Früchten und sonnigen Tagen! Er hat die stacheligen Kastanien auf den Boden fallen lassen und den Äpfeln rote Wangen gemalt. Er lockt uns in den Garten, zum Ernten, zum Sammeln, zum Sitzen und Schauen. 


Ich konnte nicht umhin, ein Lagerfeuer im Kiesgarten zu machen und den kleinen Bistrotisch zu decken, denn heute, heute wird draußen gegessen und gekocht!



In diesem Jahr haben ein paar meiner Äpfel einen wollenen Korb und die kleinen Holzäpfel auch.


Und wie geht das jetzt wieder? Ganz einfach - aber das wisst ihr ja.
Ich habe fünf Luftmaschen angeschlagen, zu einem Kreis geschlossen und in diesen Kreis so viele Stäbchen wie Platz fanden gemacht. Für ein paar Reihen mehr, geht es weiter mit den Stäbchen, wobei pro Reihe eines aufgenommen wird - und irgendwann hört das Aufnehmen dann auf und es wird einfach weiter gehäkelt - am besten, ihr nehmt einen Apfel als Modell. In der letzten Reihe dann irgendwo mit den Stäbchen aufhören und mit Luftmaschen die Reihe beenden, damit das "Knopfloch" entsteht. Einen Knopf drauf genäht - und fertig.




Und was gibt's zum Essen?
Abgeröstete Knödel, in rot, sonst passt ja das Essen nicht zur Dekoration ... uuupppss!
Ach übrigens, was noch nie passt, das sind die Deckel. Die Deckel passen nie! Auch wenn man den ganzen Stand durchsucht und probiert  und selbst wenn man den gesamten Markt schon verrückt gemacht hat, es wird sich keiner finden, der wirklich schließt - sagt meine Schwester.



Meine Schwester war im Niger und hat mir von dort neue Aluminiumtöpfe mitgebracht. Sie war da, um Noma-Kindern zu helfen, was sie übrigens öfter tut. Daher gibt es auch einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Wissen um das Deckelphänomen, der Noma-Hilfe-Österreich und einem Hund, der gerne Gartenlatschen verschleppt. Dieses Fellmonster aus meinem letzten Post ist nämlich ein Hütehund - soll heißen: Ich hüte diesen Hund, wenn seine erste Futtermagd auf Einsatz ist. Daher darf er auch Gartenlatschen entführen! Aber weil wir gerade beim Futter waren: Ich liebe diese Aluminiumtöpfe und mir ist es wurscht, ob der Deckel passt oder auch nicht. Und ich liebe einfaches Essen ....



... wie zum Beispiel: 
Abgeröstete Brezen-Knödeln .... hmmm ... und im Speziellen, wenn sie diesen erdigen Geschmack von Roten Rohnen/Beeten/ Rüben haben.
Und so geht das:
Rote Rohnen/Beete/Rüben in Alufolie einwickeln und wie Ofenkartoffeln im Backofen garen.  Danach lassen sie sich super einfach schälen! Mit dem Stabmixer zerkleinern und unter die geschnittenen Laugenbrezen mischen. Ein Ei dazugeben, Suppe, Salz, gemahlenen Kümmel, Pfeffer, eine klein geschnittene, frische Chillischote und etwas Muskatnuss. Zu einem Knödelteig verarbeiten und kochen, wie Serviettenknödeln, abkühlen lassen, in Scheiben schneiden und dann, ab damit in den neuen Aluminiumtopf....




... ich kann euch sagen: Es war herrrrlich!
Herrrrrlich ist es auch, dass ihr bei mir vorbei gesprungen seid!!! Jeder eurer Besuche, ist eine große Freude für mich!!! 
DANKE!!!
Habt es einfach nur fein, meine Lieben und Wunderbaren und genießt diese traumhaften Tage!!!! 
Es herzt und drückt euch
Tante Mali


Donnerstag, 18. September 2014

Shades of Grey * Leinenpolster DIY * Kürbis-Apfel-Mus



Hallo meine Lieben und Wunderbaren! Ihr werdet es nicht glauben, aber ich hatte es schon wieder regnerisch bis hochnebelartig bewölkt. Daher mutiert mein Garten-Blog kurzfristig zu einem Indoor-Work-Space-Blog. Ich hoffe, ihr verzeiht mir genauso, wie mir die Meteorologen verzeihen mögen, weil ich mir die Namen der Tiefdruckgebiete und labilen Strömungen nicht mehr merken kann. Ich gelobe Besserung!
Wie viele Grauschattierungen so ein Himmel haben kann ist ja eigentlich unwahrscheinlich, das geht von taubengrau bis anthrazitfarben. Da kann man doch als kleiner Mensch nicht hinten nach stehen... Also habe ich eine Polsterschlacht begonnen und aus grauem Leinen fünf Pölster genäht und graue Häuser gestickt und Troddeln gewickelt. 



Einer bekam ein gemaltes Tattoo (geht ganz einfach mit dem Fineliner), zwei einen Verschluss, für den ich jeweils zwei Bänder aus Luftmaschen gehäkelt habe, angenäht und zu einer Masche gebunden (geht auch ganz einfach). Auf die Pölster mit den Häusern habe ich noch einen Pfeil gestickt. Bitte fragt nicht warum - einfach so, ... und weil es auch ganz einfach ist. 
Ich wollte schon immer Lümmelpölster im Wintergarten haben. Auf dem Boden, rund um den Paletten-Tisch. 
(Es gibt auch Stühle und Sesseln in meinem Haus, schwöre, aber ich sitze zwischendurch auch gerne einmal einfach auf dem Boden.) 




Regelmäßig in den Nähpausen und Regenpausen kam dann das ....


Ja, ich komm ja schon! Ich muss nur vorher noch schnell das Kürbis-Apfel-Mus fertig machen. Das steht schon seit Stunden auf dem Herd. 
1 kg Äpfel, 1 mittelgroßer Hokkaido, drei milde Chillischoten, Lemongras, Saft und Schale von zwei Orangen, etwas Zimt und ordentlich Thymian köcheln und köcheln und köcheln lassen - immer wieder etwas Wasser zufügen und zum Schluss ca. 100 Gramm braunen Zucker. Ich mag dieses pikante Mus so gerne zu Käse oder hellem Fleisch und außerdem ist es eine wundervolle Art, das Fallobst zu verarbeiten.  



Ja, ich hatte auch Sonne zwischendurch - ganz sicher habt ihr sie mir geschickt! Dafür bedanke ich mich genauso herzlich wie für eure lieben Besuche, eure Kommentare und eure inspirierenden Blogs. Leinenarbeiten zum Verlieben macht z. B.  Meis Ideis! Von dort habe ich die Idee mit den Troddeln aus den Stofffäden übernommen und die finde ich einfach nur schön.
Eine spätsommerliche Goldrute als Blumengruß und eine dicke Umarmung! Habt alle miteinander eine wundervolle Zeit!!!
Danke! Thank you! Merci! Grazie! Obrigada! Gracias! Kiitos! Tak! Ευχαριστώ πολύ! Hvala! Bedankt! Takk! Dziekuje! спасибо! Multumesc! Tack! Sagol! Köszönöm! Хвала!
Es herzt euch 
Tante Mali




Und wo steckt jetzt der Hund????
Unter einem Strauch ... und ... ok. auch gut - vollkommen angesaut!



Donnerstag, 11. September 2014

Morgenspaziergang


Es hat sich was verändert. Die Morgensonne erobert andere Ecken des Gartens, als noch zwei Wochen zuvor. Alles was ihr im Wege steht, wirft längere Schatten und es scheint, als würde ihr Licht wie sanfter Nebel durch eine Luft schweben, die deutlich frischer geworden ist. Ich streune morgens fast immer durch den Garten. Mit der ersten Tasse Kaffee in der Hand. Heute waren meine Füße nass, weil der Tau sich nicht nur an den Gräsern - die genau in diesem Moment ihren großen Auftritt haben - gefangen hat. 






Ja, meine Lieben und Wunderbaren, ihr hab richtig gesehen. Da stehen doch tatsächlich Kuchenformen mit Gras. In einem Anflug von - habe ich sonst eigentlich nichts zu tun - habe ich vor einiger Zeit nach dem Rasenkantenstechen die drei alten Formen bepflanzt. Und siehe da, es lebt noch immer und es wächst. 
Die Kronen am Teich sind schon getrocknet und sobald die erste Sonne auf den Sommerflieder fällt, sind die Schmetterlinge da. Unter einem der Apfelbäume lehnt faul das alte Bambusrad und als Morgengabe wurde mir eine Hortensienblüte geschenkt. 






Es hat sich was verändert. Morgens trinken wir erst die zweite Tasse draußen und suchen einen Platz, an dem die Sonne den Rücken wärmen wird. Soll ich noch schnell eine leichte Jacke holen, eine Decke, ein Schultertuch? Oder soll ich - übermütig - mit nackten Füßen im taunassen Gras herumspielen?




Ich habe beides gemacht und freue mich darüber, dass die Vernunft in der Unvernunft immer eine wunderbare Gegenspielerin hat!
Ach, meine Lieben und Wunderbaren, schön, dass ihr mich begleitet habt! Ich danke euch fürs Kommen und Bleiben und Lesen und für die spannende Zeit, die ich auf euren Blogs verbringen darf! 
Meine Morgengabe, die Hortensie, für euch als Blumengruß! 
Habt einen glücklichen Tag! 


Es herzt euch
Tante Mali!!!

Donnerstag, 4. September 2014

September Love * Buch-Falten-DIY



Irgendwo haben die Dinge immer einen Anfang. Irgendwo beginnt der Faden, der fortläuft, der sich schlängelt, der Freundschaften knüpft und Herzen verbindet! Irgendwo beginnt auch der Faden, aus dem Ideen entstehen, die wiederum am Ende des Tages das Arbeitszimmer aussehen lassen, als wären die Bücherregale explodiert. 
Einige Blumensamen waren reif und versprochen und wieder einmal war nichts zu Hause, worin man sie aufbewahren kann. Angestachelt von den Papierkünstlerinnen unter euch, habe ich einen Band aus der Gotta'schen Buchhandlung missbraucht und kleine Umschläge gemacht...




... und weil der Regen noch immer nicht aufhören wollte, mit Stopfwolle eine Marke hinauf gestickt. 


Beim Durchforsten der Regale findet man manche Bücher, die man eigentlich nicht aufbewahren will. Beim Lesen eurer Blogs findet man tausende Ideen, die man eigentlich umsetzten will. Und weil der Regen hartnäckiger war, als der Wetterbericht, hab ich aus ein paar Seiten Papierkleidchen gemacht. (Eine hilfreiche Videoanleitung gibt es HIER !) Die "Rüschenschürze" ist Eigenbau und daher ganz leicht. :)! 





Ja, es regnete immer noch! Und, ja, es waren noch immer ein paar Bücher und Seiten da! Und, ja, jetzt stehen drei "origamierte" Exemplare auf meinem Schreibtisch und ich weiß nicht wozu, aber jetzt sind sie schon einmal da.


Von der Tanja von Shappy chic and I war Post gekommen, während ich in Frankreich war. Sie hat mir einen unvergänglichen Blumengruß geschickt. Juhuuuupiduuu!!! 



Mein Blumengruß an euch, meine Lieben und Wunderbaren, ist heute die dunkle Kornblume, die der Anfang der Unordnung in meinem Arbeitszimmer war. Habt eine wundervolle Zeit, ein traumhaftes Wochenende und faltet lieber Bücher als Sorgen, das macht einfach mehr Spaß!



Es herzt und drückt euch ganz fest
Tante Mali ...
... und ich gehe jetzt aufräumen. Bis bald!

Ich freue mich über euren Besuch auf meinem Online-Magazin Living & Green!  Dort gibt es die Anleitungen und ganz viel weitere Buchfaltideen